Warmes Wasser

Händewaschen, Duschen, Baden und der Abwasch brauchen jeden Tag viele Liter warmen Wassers. Nun muss natürlich nicht die kalte Dusche zum Ideal erhoben werden. Doch ein sorgsamer Umgang mit dem wertvollen und teuer erwärmten Nass lohnt sich durchaus. Schon beim morgendlichen Zähneputzen reicht ein gut gefüllter Becher aus, um die Zahnbürste zu befeuchten und den Schaum aus dem Mund zu spülen. Während der Prozedur das warme Wasser einfach laufen zu lassen, wäre dagegen blanke Verschwendung.

Eine warme Dusche ist eine belebende und erholsame Angelegenheit. Wer es dabei nicht übertreibt, spart gegenüber einem Vollbad auch erheblich an Wasser: Durchschnittlich verschwindet beim Duschen alle fünf Sekunden ein Liter Wasser im Abfluss. Würde das durch einen Stöpsel verhindert, wäre erst nach zehn Minuten die Menge Wasser für ein Vollbad erreicht. So wie auf eine Zehn-Minuten-Dusche leicht zu verzichten ist, kann der Wasserverbrauch mit Hilfe eines Durchflussbegrenzers auch zusätzlich verringert werden. Das kleine Bauteil sorgt in den Hähnen von Dusche, Waschbecken und Wanne dafür, dass eine Menge Luft ins Wasser gemischt wird: Auf diese Weise kommt man beim Waschen und Duschen mit weniger Wasser aus.

Energiesparend abwaschen
Auch in der Küche wird viel warmes Wasser verbraucht: Vor allem der Abwasch des benutzten Geschirrs fällt da stark ins Gewicht. Wer sich und der Umwelt etwas Gutes tun will, setzt dabei auf eine Spülmaschine. Sie nimmt einem nicht nur die oft ungeliebte Arbeit ab, sondern verbraucht auch erheblich weniger Energie und Wasser als das Spülen von Hand. Voraussetzung dafür ist, dass sie stets nur voll befüllt und bei möglichst niedriger Temperatur angeworfen wird.

Wo Budget oder Platz die Anschaffung einer Spülmaschine verhindern oder Omas Service nicht spülmaschinenfest ist, lassen sich mit einigen Tipps auch die Warmwasserkosten fürs Handspülen gering halten:

  • Lassen Sie sich das Spülbecken voll. Ein Abwasch unter fließendem Wasser verbraucht viel größere Mengen an warmem Wasser und Spülmittel.
  • Waschen Sie das Geschirr systematisch ab, um das Wasser möglichst lange nutzen zu können: Zuerst kommen Gläser, dann die nur leicht verschmutzten Teller und Bestecke ins Wasser. Nach und nach arbeiten Sie sich dann zu dem vor, was am schmutzigsten ist.
  • Töpfe und Pfannen, in denen Essensreste angebacken oder -getrocknet sind, sollten zunächst einige Zeit mit Wasser gefüllt eingeweicht werden. Reinigen Sie sie dann grob mit Hilfe des Einweichwassers, bevor die Endreinigung im Spülbecken erfolgt. Wer die Krusten stattdessen unter fließendem Wasser abschrubbelt, verschwendet unnötig Energie.

Trotzdem die meisten Spülmaschinen inzwischen beim Strom- und Wasserverbrauch in die Effizienzklasse A gehören, unterscheiden sie sich dennoch oftmals im konkreten Verbrauch. Geben Sie sich nicht mit weniger als AAA-Geräten (höchste Energieeffizienz, beste Reinigungs- und beste Trockenleistung) zufrieden, damit sich die Investition langfristig lohnt. Damit die Maschine den Alltag nicht nur bequemer, sondern auch konsequent energiesparender macht, sollten Spülmaschinennutzer folgendes beherzigen:

  • Die Reinigungswirkung der modernen Geräte und Spülmittel ist gut. Vorspülen des Geschirrs ist daher nicht nötig. Entfernen Sie grobe Verschmutzungen lieber mit Haushaltspapier oder einem Löffel.
  • Achten Sie bei der Neuanschaffung von Geschirr, Besteck und Kochutensilien darauf, dass sie spülmaschinengeeignet sind.
  • Nutzen Sie den Platz in der Maschine optimal aus, um die Maschine stets nur gut gefüllt zu starten. Gutes Einstapeln macht sich bezahlt und auch der Zahnputzbecher, die Haarsiebe aus Waschbecken und Wanne, Blumentöpfe und Kuchengitter brauchen immer mal eine intensive Reinigung.
  • Optimieren ja, Stopfen nein: Geschirr wird dann am besten sauber, wenn es sich gegenseitig nicht zu sehr berührt. In-einander-Stapeln von Schüsseln und Töpfen ist also kontraproduktiv.
  • Nicht immer ist wirklich die höchste Temperatur nötig. Leichte Verschmutzungen lassen sich auch im Kurzprogramm und bei niedrigeren Temperaturen sicher entfernen. Nutzen Sie die verschiedenen Programme Ihres Gerätes klug.
  • Immer wieder sollte auch ein Waschgang bei hoher Temperatur eingelegt werden - das entfernt Fett- und Schmutzablagerungen in der Maschine und verhindert, dass unangenehme Gerüche entstehen.
  • Ist die Maschine ungenutzt an - etwa weil sie vorprogrammiert wurde oder der Waschgang bereits abgeschlossen ist, verbraucht sie unnötig Strom. Sparsamer ist es da, sie direkt zu starten und auszuschalten, sobald das Programm zu Ende ist.
  • Wer seine Spülmaschine regelmäßig reinigt, spart ebenfalls: Sind die Siebeinsätze der Maschine verschmutzt oder gar verstopft, braucht das Gerät für seine Waschprogramme länger. Reinigen Sie daher die Siebe regelmäßig unter fließendem Wasser.