Alltagsgegenstände

Der Klassiker für den Erwerb gebrauchter Produkte sind Flohmärkte. (Hilfreiche Hinweise zur Flohmarktsuche finden Sie im Serviceteil.) Dort bietet sich die Gelegenheit, mit dem Nochbesitzer ins Gespräch zu kommen, mehr zum gewünschten Gegenstand zu erfahren und sich einen persönlichen Eindruck von der Herkunft zu machen. Die Preise sind meist verhandelbar. Mit Glück findet man dort auch heute noch Raritäten. Neben regelmäßigen Flohmärkten führen Kindergärten, Schulen, Pfarreien oder Vereine gelegentliche Flohmärkte z.B. zu Gunsten des örtlichen Tierheims oder karitativer Einrichtungen durch. Regelmäßig stattfindende Flohmärkte sind in ihrem Angebot meist vielseitiger und ziehen auch professionelle Händler an. Doch unabhängig vom Veranstalter ist es wichtig, die auserwählten Gegenstände vor Ort auf ihre Qualität hin zu untersuchen. Kunden haben bei Flohmarkthändlern weder Gewährleistungsanspruch noch Rückgaberecht.

Für den Kauf (und Verkauf) gebrauchter Gegenstände muss aber nicht zwangsläufig ein Flohmarkt aufgesucht werden. Bequemer und zielgerichteter lassen sich Gebrauchtwaren mit Hilfe verschiedener Medien handeln. So haben etwa Tageszeitungen und kostenlose Werbeblätter entsprechende Rubriken. In vielen Gegenden helfen Kleinanzeigenzeitungen bei der Suche, die in Rubriken wie "Gesucht-Gefunden" oder "Suche-Biete" entsprechende Angebote aufführen. Im Serviceteil finden Sie eine hilfreiche Übersicht über die wichtigsten Kleinanzeigenblätter und einige weiterführende Internetadressen.

Auch via Internet finden Anbieter und Interessenten für Gebrauchtwaren leicht zusammen. Fundgruben und Gebrauchtwarenhäuser bieten dort ihre Waren an, der private Handel bei Ebay & Co. boomt. Beachten Sie jedoch in Sachen virtuellen Handels die folgenden Vorsichtsmaßnahmen, damit es kein böses Erwachen gibt:
  • Lesen Sie die Produktbeschreibungen und ggf. Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters gut durch.
  • Prüfen Sie, ob ein Händler Sicherheitsregeln anbietet und welche Kundenbewertungen ein Verkäufer hat. Lesen Sie die Aussagen genau, oft liegen die tatsächlichen Aussagen "zwischen den Zeilen" versteckt.
  • Klären Sie, ob die Ware zurückgegeben werden kann und wer für eventuelle Transportschäden aufkommt.
  • Achten Sie auf die Bezahlmethoden und auf eventuelle Nebenkosten wie Versandkosten.
  • Lassen Sie sich nie unter Zeitdruck setzen.

Leider sind schätzungsweise ein Drittel der im Internet angebotenen Markenprodukte gefälscht. Vor allem Parfümerie- und Sportartikel sind oft - verschieden gute - Fälschungen. Das Internet bietet u.a. durch Auktionshäuser oder Restpostenmärkte einfache Vertriebsmöglichkeiten für die Produktpiraten. Nach Angaben des Aktionskreises Deutsche Wirtschaft gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) lassen die folgenden Hinweise auf Angebote gefälschter Produkte schließen:

  • Der Angebotstext wird häufig mittels Textbausteinen gestaltet. Die Texte ändern sich mitunter alle drei Monate, dennoch sind Muster des Textes erkennbar. Ein Beispiel dafür kann sein: "Unser Großhändler in ... hat uns die Echtheit schriftlich versichert."
  • Falsche Produkte werden oft auffällig preiswert angeboten. Auch laufen die Auktionen nur sehr kurze Zeit (ein bis drei Tage).
  • Taucht auch nur einmal der Kommentar "Vorsicht", "Fälschung" oder ähnliches in den Bewertungen des Verkäufers auf, sollte vom Kauf abgesehen werden.
  • Fälscher verkaufen meist mit mehreren Accounts parallel, nutzen aber bei allen Produkten identische Formulierungen.

Secondhand-Läden
Gegenstände und Kleidung aller Art sind aber nicht nur auf Flohmärkten, in Anzeigenblättern oder im Internet zu finden. Auch örtliche Secondhand-Läden lohnen oftmals den Besuch. Klassische Secondhand-Produkte sind Bücher und Elektrogeräte, Küchenartikel, Möbel und natürlich Bekleidung. Viele Secondhand-Läden kaufen auch an oder nehmen Kleidung in Kommission. Meist spezialisieren sich die Läden auf einen oder sich ergänzende Bereiche. Häufig zu finden sind zum Beispiel Läden, die Kinderkleidung, Spielsachen oder Kinderwagen aus zweiter Hand anbieten. Sie sind erfahrungsgemäß auch immer gefragt, weil Baby- und Kindersachen im Verhältnis zu ihrer tatsächlichen Nutzungsdauer oft teuer sind. Darüber hinaus empfiehlt sich aber das Stöbern in (ggf. entsprechend spezialisierten) Secondhand-Läden auch für die Suche nach all jenen Dingen, die nur einmal oder selten gebraucht werden und nicht ausgeliehen werden können oder sollen.

Für die Suche nach Haushalts- oder Elektrogeräten aus zweiter Hand empfiehlt es sich, spezialisierte Havarie- und Gebrauchtgeräte-Fachgeschäfte aufzusuchen. Sie bieten gegenüber dem Kauf von Privatleuten unter anderem den deutlichen Vorteil, dass die Geräte vor dem Wiederverkauf genau geprüft, gewartet und gegebenenfalls repariert werden. Unschlagbar ist auch die Gewährleistungszeit, die Kunden solcher Fachhändler auf die Gebrauchtwaren stets erhalten.

Hilfen bei der weiteren Suche nach Informationen zum Thema finden Sie im Kapitel Service.

Buch-Antiquariate
Wie Kinderkleidung sind auch Bücher ein Klassiker des Secondhand-Handels. Auf der Suche nach alten und/oder gebrauchten Büchern, kann der Weg des Bücherfreundes auf Flohmärkte und in Antiquariate führen. Immer mehr spielen darüber hinaus Online-Angebote eine wichtige Rolle. Die jeweiligen Vor- und Nachteile sind situationsbezogen abzuwägen. Ausführungen dazu finden Sie im Serviceteil.

Computer
Die Schnelllebigkeit von Computern bestimmt den sich ständig veränderten Preis der Geräte. Neueste Entwicklungen und Produktverbesserungen sind im Neukauf meist teuer und verlieren schnell an Wert. Je nach Einsatz kommt daher als Alternative zum Neukauf die Anschaffung eines gebrauchten Gerätes in Frage. Ausführliche Informationen zu den Möglichkeiten eines Gebrauchtcomputerkaufs bietet das Themenspecial Computer.