Fahrräder

Ein Fahrrad kann viele Einsatzzwecke haben und muss dann jeweils andere Eigenschaften erfüllen. Als Transportmittel zum Einkaufen kommt es beispielsweise auf einen Korb oder Gepäckträger an, als "Zubringer" zu Bus und Bahn braucht es vor allem einen sicheren Diebstahlschutz und für Wandertouren durch die Berge werden vor allem eine funktionsfähige Gangschaltung und sichere Bremsen benötigt. Je nach Fahrverhalten ist es also ein anderes Modell und eine andere Ausstattung, der der Radfahrer sucht. Doch trotz der vielen verschiedenen Spezialinteressen, wird man auch in Sachen Fahrrad aus zweiter Hand fündig. Das lohnt sich auch finanziell, denn auch Fahrräder verlieren durch Nutzung an Wert - nach einem Jahr der Nutzung sollte ein Fahrrad nicht mehr als die Hälfte seines einstigen Listenpreises kosten.

Um das zu bekommen, was Sie wollen, hilft es, sich vor dem Kauf gründlich mit der Materie auseinanderzusetzen. Treffen Sie schließlich auf ein Angebot, das Ihren Wünschen zu entsprechen scheint, sollten die folgenden Dinge überprüft werden:
  • Klären Sie - am besten durch eine Probefahrt - ob die Größe für Sie geeignet ist und Sie mit dem Modell zurechtkommen.
  • Klären Sie, warum der Verkäufer das Rad verkaufen möchte und wie das Rad bisher eingesetzt wurde.
  • Prüfen Sie, ob es sich beim Verkäufer um den Erstbesitzer handelt oder wie viele Besitzer es schon gab.
  • Informieren Sie sich über den einstigen Einkaufspreis und lassen Sie sich ggf. die Quittung vorlegen.
  • Sprechen Sie über die am Rad vorhandenen Teile. Handelt es sich dabei um Originalteile?
  • Prüfen Sie die Reifen auf geraden Lauf und ob die Verschleißteile wie Reifen, Bremsbeläge, Felgen, Kränze, Kette etc. in Ordnung sind. Klären Sie, ob die Federung funktioniert.
  • Achten Sie auf eine funktionierende und den Vorschriften der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung(STVZO) Beleuchtung inkl. Reflektoren.

Der gängigste Schutz vor Diebstahl des Gefährtes ist das Abschließen mit einem Schloss. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bietet ergänzend auch "Tattoos für Fahrräder" an. Dabei wird der eingravierte Code auf dem Rahmen des Rades um eine auffällige Markierung ergänzt. Jeder Code besteht aus einer einmaligen und persönlichen Ziffer sowie einer Buchstabenkombination, die dem jeweiligen Eigentümer zugeordnet ist. Fundämter und Polizei können so den Eigentümer eines "herrenlosen" Fahrrads schneller ermitteln. Weitere Tipps rund um (gebrauchte) Drahtesel finden Sie im Serviceteil.