Mitfahren

Nach Aussagen des Statistischen Bundesamtes nutzten im Jahr 2005 rund zwei Drittel der Beschäftigten das Auto für den größten Teil ihres Weges zur Arbeit. Besonders bei der Gruppe mit höherem Einkommen (ab 2.900 Euro netto) und Pendeldistanzen ab 25 km lag der Anteil der Pkw-Fahrenden mit 86% sehr hoch. Die Bildung von Fahrgemeinschaften, und somit weniger gefahrene Gesamtkilometer entlasten nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Wenn der Arbeitsweg nicht ohne die Nutzung des Autos möglich ist, sollten daher alle Möglichkeiten geprüft werden, Fahrgemeinschaften zu bilden.

Doch nicht in jeder Situation ist es möglich, alle Plätze im Pkw optimal auszunutzen. Unterschiedliche Arbeitszeiten oder ungünstig gelegene Wohnorte können dem zum Beispiel entgegenstehen. Umweltbewusste Arbeitgeber unterstützen Fahrgemeinschaften z.B. durch Vermittlungsbörsen im Betrieb, reservierte Parkplätze oder auch eine "Heimfahrtgarantie". Dabei bekommt der Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber die Garantie, dass er auch dann nach Hause kommt, wenn seine Mitfahrgelegenheit aufgrund einer betriebsbedingten Arbeitszeitänderung nicht nutzbar ist. Falls dann keine öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, kümmert sich der Arbeitgeber um die Heimfahrt.

Auch für einmalige oder nicht-alltägliche Fahrten bieten sich oft Fahrgemeinschaften als preiswerte und ökologische Alternative zum Selbstfahren, Fliegen oder auch Bahnfahren an. Meist muss gar nicht viel transportiert werden und auf langen, stark frequentierten Strecken sind viele Fahrer unterwegs, die noch Platz in ihrem Auto anbieten könn(t)en. Durch das Mitfahren werden Pkws effizienter ausgenutzt und zugleich wird möglicherweise die Zahl der fahrenden Autos insgesamt verringert. Örtliche Mitfahrzentralen oder Online-Mitfahrvermittler machen die Suche nach einer passenden Mitfahrgelegenheit leicht möglich. Eine Reihe von Internetadressen finden Sie im Serviceteil

Die Mitfahrzentralen kennen zwar die Daten der Fahrer, ihre Auto-Kennzeichen und -merkmale sowie die angebotenen Strecken. Auf den ersten Blick reicht das jedoch nicht jedem aus, um sich bei dem Gedanken, zu einem Fremden ins Auto zu steigen, wohl zu fühlen. In vielen Fällen kennen sich Fahrer und Mitfahrer vor Fahrtantritt nicht, so dass es sich anbietet, vor der Fahrt mindestens miteinander zu telefonieren. Dabei lässt sich die Vertrauenswürdigkeit des Gegenübers wenigstens ungefähr einschätzen. Besprechen Sie im Vorfeld genau den Treffpunkt und das Ziel der Fahrt sowie die anfallende Kostenbeteiligung für das Benzin. Tauschen Sie Ihre Mobilfunknummern aus, so dass auch noch kurzfristige Änderungen kommuniziert werden können. Sagen Sie vor Fahrtantritt Freunden oder Familienmitgliedern Bescheid, mit wem sie wann von wo nach wo unterwegs sein werden.

Neben den Mitfahrgelegenheiten mit dem Auto gibt es verschiedene Anbieter, die sich auf das Mitfahren mit der Bahn spezialisiert haben. Durch das Teilen des Tickets mit anderen können Mitfahrerrabatte genutzt werden. Einige nützliche Adressen im Internet haben wir Ihnen im Serviceteil zusammengestellt.