Pflegen und Reparieren

Das aus dem Lateinischen stammende Wort "reparieren" (erneuern, reparieren) passt auf den ersten Blick nicht in unsere Zeit, in der kurzlebige Produkte immer mehr Raum einnehmen. Doch ist Ausbessern oft clever und vor allem ressourcenschonend. Es spart Geld und Rohstoffe, vermindert Müll und trägt so zum Schutz der Umwelt bei. Liebgewonnenes wird durch eine Reparatur länger genutzt - das spart dem Nutzer zusätzlich bares Geld. Schon beim Einkauf sollte daher nicht in erster Linie der Preis, sondern auch die voraussichtliche Lebensdauer der Produkte berücksichtigt werden. Die Lebensdauer verlängert sich zudem durch schonende Behandlung und regelmäßige Pflege.

Trotz aller Sorgfalt können aber Dinge kaputt gehen. Dann stellt sich die Frage, ob ein Handwerker helfen kann oder eine Reparatur in Eigenregie möglich ist. Vielleicht ist sogar eine Neuanschaffung ökologisch und ökonomisch sinnvoller als eine Reparatur. Doch nicht immer ist die Wirtschaftlichkeit das ausschlaggebende Argument für oder gegen einen Neukauf. Wenn etwa der geliebte Fotoapparat, der schon so viele Urlaubsreisen begleitete, kaputt geht, hilft eher eine ganz persönliche Aufstellung der Fürs und Widers einer Reparatur. Beantworten Sie sich dafür die folgenden Fragen:
  • Brauche ich den Gegenstand wirklich? Wie wichtig ist es, dass es genau dieser Gegenstand ist?
  • Was würde eine Reparatur inkl. all ihrer Nebenkosten (Anfahrt usw.) kosten?
  • Ist er überhaupt zu reparieren?
  • Wie lange wird der Gegenstand nach der Reparatur voraussichtlich gebrauchsfähig bleiben?
  • Gibt es neuen, vergleichbaren Ersatz?