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"Ethisch-ökologisches Investment" wird nicht nur von den spezialisierten "Grünen Banken" angeboten. Auch die deutschen Kirchenbanken halten entsprechende Anlageprodukte bereit. Sie sind seit vielen Jahren sehr aktiv, sie haben verschiedene ethisch-ökologische Investmentfonds initiiert und umfassende Anlagekonzepte ausgearbeitet. Ihr Kundenkreis beschränkt sich jedoch auf Kirchenmitarbeiter.

Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Gruppe), eine Anstalt öffentlichen Rechts, sollte kurz erwähnt werden. Sie ermöglichte mit zinsgünstigen Darlehen bereits zahlreiche Investitionen in den Bereichen Umweltschutz und erneuerbare Energien in Kommunen und Betrieben. Einen Überblick über weitere Öko-Finanzdienstleister finden Sie in der Rubrik Service.

Abseits vom Bankensektor behauptet sich seit über 30 Jahren Oikocredit, die 1975 gegründete Ökumenische Entwicklungsgenossenschaft. Ziel ist, Darlehen zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Asien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa zu vergeben. Aus den Geldanlagen von Kirchen, anderen Organisationen und Einzelpersonen werden langfristige und zinsgünstige Darlehen an Genossenschaften und kleinere Unternehmen finanziert. Hintergrund dessen ist die Überzeugung, dass Kredite die Menschen beim Aufbau einer eigenständigen, sicheren Existenz unterstützen.

Im Herbst 2007 arbeiteten über 600 Unternehmen in 65 Ländern mit Oikocredit-Darlehen. Darunter sind rund 350 Mikrofinanzinstitutionen, die ihrerseits tausende Klein- und Kleinstkredite an arme Menschen, vor allem an Frauen, vergeben. Auch Genossenschaften, die ihre Produkte über den Fairen Handel vertreiben, konnten mit Hilfe solcher Darlehen ihre Produktions- und Vertriebsbedingungen verbessern.
Mitglieder bei der Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit sind neben Kirchen und mit diesen verbundenen Organisationen so genannte Förderkreise. Diese Vereine verwalten die Geldanlagen von Privatpersonen, Vereinen und Gemeinden treuhänderisch für Oikocredit. Die 37 Förderkreise in Europa, Nordamerika, Asien und Lateinamerika haben heute etwa 28.000 Mitglieder. Die mehr als 14.000 Mitglieder der acht deutschen Förderkreise haben zusammen rund 125 Millionen Euro Einlagen bei Oikocredit. Darlehensanträge werden von Oikocredit International in den Niederlanden bearbeitet.

Doch auch, wer sein Geld bei einer der "Grünen Banken", einer Kirchenbank oder einer Genossenschaft anlegen möchte, sollte sich vorab intensiv mit den aktuellen Entwicklungen im Bereich des "nachhaltigen Investments" und den einzelnen Anlageprodukten beschäftigen. Dafür empfiehlt es sich, Informationen aus verschiedensten Quellen einzuholen.