Glossar

Agenda 21: Die Agenda 21 ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert. Das Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung wurde im Jahr 1992 auf der "Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen" (UNCED) in Rio de Janeiro von 179 Staaten beschlossen.

Aktie: Eine Aktie ist ein Wertpapier, das Teilhaberrechte an einer Aktiengesellschaft verbrieft. Der Aktionär ist in Höhe des Nennwertes der Aktie am Grundkapital der Aktiengesellschaft beteiligt und hat Anspruch auf einen Teil des Ertrages des Unternehmens. Aktien werden meistens an der Börse gehandelt.

Aktienfonds: Investmentfonds, der die eingezahlten Gelder der Anleger überwiegend in Aktien investiert.

Aktienindex: Messzahl, die die Kursentwicklung von Aktien ausgewählter Aktiengesellschaften wiedergibt und, ausgehend von einem bestimmten Zeitpunkt, durch ihre Veränderung die allgemeine Börsenentwicklung aufzeigt. Der bekannteste deutsche Index ist der 1988 eingeführte "Deutsche Aktienindex (DAX)".

Aktienkurs: Der Preis, zu dem ein Wertpapier erworben werden kann.

Anleihen: Siehe Festverzinsliche Wertpapiere

Dachfonds: Ein Dachfonds (auch Funds of funds) enthält Anteile an anderen Fonds, die in der Regel keine Dachfonds sind. Er bietet den Vorteil einer größeren Risikostreuung.

Dividende: Der auf die einzelne Aktie entfallende Anteil des ausgeschütteten Gewinns einer Aktiengesellschaft.

Dow Jones World Index: Der Dow-Jones-Aktienindex wird von der Firma Dow, Jones & Co. seit 1896 börsentäglich ermittelt und im Wall Street Journal publiziert. Seit 1993 veröffentlicht Dow, Jones & Co. auch den Dow-Jones-World-Stock-Index, der Notierungen von 2.500 Aktiengesellschaften aus mehreren Ländern repräsentiert.

Dow Jones Sustainability Index (DJSI: Der Dow Jones Sustainability Index (DJSI) wählt die nach Nachhaltigkeitskriterien besten 10 % der größten Unternehmen des Dow Jones World Index aus. Diese Gesellschaften sind in ihrer Branche Umweltleader und wenden vorbildliche Umwelt- und Sozialstandards an.

Fonds: Siehe Investmentfonds

Festgeld: Einlagen bei einer Bank mit einer befristeten Laufzeit von in der Regel zwischen 30 und 360 Tagen. Der Rückzahlungstermin ist genau bestimmt und kann nicht verkürzt werden.

Festverzinsliche Wertpapiere: Oft auch als Schuldverschreibungen, Rentenpapiere oder Obligationen bezeichnet. Sie verbriefen die Forderungsrechte des Inhabers (Gläubiger) gegenüber dem Aussteller (Schuldner) und weisen eine vorgegebene Laufzeit und Tilgungsform sowie eine feste (festverzinsliche Wertpapiere) oder variable Verzinsung auf.

Gemischte Fonds (Mischfonds): Investmentfonds, bei denen die Anlegergelder sowohl in Aktien als auch in festverzinsliche Wertpapiere investiert werden.

Geschlossene Fonds: Fonds, deren Mittel durch den Verkauf einer bestimmten, von vornherein begrenzten Anzahl von Anteilen aufgebracht werden. Ist das geplante Volumen erreicht, wird der Fonds geschlossen und die Ausgabe von Anteilen eingestellt. Der Anleger hat keinen Anspruch auf Rücknahme des Anteils. Die Anteile können nur an Dritte, ggf. über eine Börse, verkauft werden. Gegenteil: Offene Fonds.

Investmentfonds: In Investmentfonds bündeln Kapitalanlagegesellschaften (Investmentgesellschaften) die Gelder vieler Anleger, um sie nach dem Prinzip der Risikomischung in verschiedenen Vermögenswerten anzulegen und fachmännisch zu verwalten. Investmentfonds können aus verschiedenen Wertpapieren gebildet werden (Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds usw.).

Liquidität: Liquidität bezeichnet die Verfügbarkeit von Geldanlagen.

Natur-Aktien-Index (NAI): NAI ist ein ethisch-ökologischer Aktienindex, der aktuell aus 30 weltweit ausgewählten, nach Ländern und Branchen gestreuten und von der Öko-Rating-Agentur imug untersuchten, Aktienkursen gebildet wird.

Offene Fonds: In offenen Fonds (Publikumsfonds) gibt die Fondsgesellschaft je nach Bedarf neue Anteile aus und nimmt ausgegebene Anteile zurück. Gegenteil: Geschlossene Fonds.

Outperformance: Bezeichnung von Analysten für Wertpapiere, deren Kursentwicklung besser als der Gesamtmarkt eingeschätzt wird.

Pensionsfonds: Ein Pensionsfonds ist eine versicherungsähnliche, rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung, die den Arbeitnehmern seiner Trägerunternehmen Leistungen der betrieblichen Altersversorgung gewährt. Ihr Vermögen ist vom Vermögen des dahinter stehenden Unternehmens getrennt und daher im Falle eines Konkurses gesichert. Im Versorgungsfall nimmt der Pensionsfonds Auszahlungen vor.

Portfolio: Als Portfolio bezeichnet man im Allgemeinen alle Wertgegenstände, die sich in einem Besitz befinden (vorrangig Wertpapiere aber auch Immobilien oder Grundbesitz). Bei Investmentfonds versteht man unter Portfolio, die Zusammensetzung eines Depots, d.h. die Summe der Anlageinstrumente eines Fonds.

Rendite: Der in Prozent pro Jahr angegebener Zinssatz, der den jährlichen Reinertrag einer Anlage, bezogen auf das eingesetzte Kapital, ausdrückt.

Rentabilität: Verhältnis des in einem bestimmten Zeitraum erwirtschafteten Gewinns zum eingesetzten Kapital.

Rentenfonds: Investmentfonds, die die eingezahlten Anlegergelder überwiegend oder ausschließlich in festverzinsliche Wertpapiere investieren.

Risikokapital: Risikokapital (auch Wagniskapital oder Venture Capital) bezeichnet Beteiligungskapital für wachstumsträchtige, meist kleine und mittelständische Firmen, die in innovative Technologien investieren.

Sustainable Business Institut (SBI): Das Sustainable Business Institute (SBI) wurde im Jahr 1987 als Institut für Ökologie und Unternehmensführung an der European Business School (Oestrich-Winkel) gegründet. Das Institut leistet einen aktiven Beitrag zur Entwicklung des Umweltmanagements sowie zur Integration der Umweltdimension in die Wirtschaftswissenschaften.

Underperformance: Bezeichnet die Tatsache, dass zum Beispiel ein Wertpapier, ein Fonds oder ein Depot in einem bestimmten Zeitraum eine niedrigere Rendite erzielt hat als der entsprechende Vergleichsindex.

Wertpapier: Beim Wertpapier handelt es sich um eine Urkunde, die ein privates Vermögensrecht verbrieft. Hierzu zählen u.a. Aktien, Anleihen und Sparbücher.

Zertifikat: Anteilschein eines Investmentfonds.