Computer

Die Energieverwaltung des Computers erlaubt dem Nutzer, selbst zu definieren, wann sich der Rechner automatisch in einen stromsparenden Modus versetzt. Maßgeblich ist dafür stets die Dauer der Inaktivität - wie lange also keine Eingaben oder Befehle über Tastatur, Maus usw. erfolgten. Einige Rechner haben für diese besonderen Modi sogar eigene Tasten auf der Tastatur, so dass man den jeweiligen Zustand nach Bedarf manuell herbeiführen kann: Im Stand-by-Betrieb wird die augenblickliche Systemkonfiguration vollständig in den Arbeitsspeicher übertragen. Die meisten anderen Systemkomponenten, wie etwa die Festplatten und der Monitor werden dabei abgeschaltet, die Stromversorgung bleibt jedoch erhalten. Auf Knopfdruck werden Betriebssystem und der letzte Stand der Arbeit wieder aktiviert, so dass sich dieser Modus vor allem für kurze Arbeitspausen - etwa die Mittagspause - eignet. Ist der Nutzer länger nicht am Platz weil er etwa an einem Meeting teilnimmt oder anderweitig beschäftigt ist, eignet sich eher der Ruhezustand (sleep mode). Dabei wird zunächst der gesamte aktuelle Inhalt des Arbeitsspeichers, sprich: der Stand aller gerade offenen Programme, auf die Festplatte übertragen. Im Anschluss wird die Stromversorgung aller anderen Systemkomponenten vollständig abgeschaltet. Der Rechner wird durch einen Druck auf den Einschaltknopf wieder aktiviert. Dann wird automatisch der letzte Stand der Benutzeroberfläche wiederhergestellt - der Nutzer kann also einfach da weiterarbeiten, wo er zuvor aufgehört hat.

Keineswegs energiesparend ist das so genannte Schein-Aus. Dabei geschieht das Ein- und Ausschalten des Rechners nicht über den bekannten Knopf am Gehäuse, sondern über die Tastatur. Das ist zwar elegant, verbraucht aber eine ganze Menge Strom, da der Rechner nie wirklich vom Stromnetz getrennt wird. Der Energieverbrauch für das Schein-Aus summiert sich bei einem Büro-PC, der in der Regel länger aus- als eingeschaltet ist, auf etwa 70 kWh pro Jahr.

Wer die Wahl zwischen Notebook und stationärem PC hat, sollte für die Entscheidung auch den Stromverbrauch vergleichen: Notebooks sind darauf angelegt, dass alle Teile so wenig Energie wie möglich verbrauchen, damit sie möglichst lange mit dem Akku betrieben werden können. Auch die Kombination aus Rechner und Bildschirm verringert den Energieverbrauch. Daher sind Notebooks erheblich energiesparender als PCs mit vergleichbarer Leistung. Ihr Energieverbrauch kann zudem durch geeignetes Energiemangement weiter optimiert werden.

Zunehmend geraten auch die Herstellungsbedingungen für PCs und Notebooks ins Interesse der Öffentlichkeit - menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, umweltschädliche Rohstoffgewinnung, Entsorgung sowie ungerechte Handelsstrukturen werden zunehmend publik. In unserem Themenspecial Computer beleuchten wir daher die ethischen und ökologischen Hintergründe dieser wichtigsten Büro-Geräte ausführlicher.