Faxgeräte

Völlig ohne etwas zu senden oder zu empfangen, sind Faxgeräte in aller Regel den ganzen Tag und oftmals auch in der Nacht betriebsbereit. Nur ein Fünftel seines Energieverbrauchs entfallen auf das eigentliche Senden und Empfangen, vier Fünftel sind für die schiere Betriebsbereitschaft nötig. Bei der Anschaffung ist also der Energieverbrauch im Stand-by-Betrieb ein wesentliches Kriterium. Die Unterschiede dabei sind enorm und bares Geld wert.

Auch das Papier spielt eine Rolle: Thermopapier, wie es in vielen Faxgeräten von der Rolle läuft, wird sehr aufwändig hergestellt: Auf eine Basisschicht aus dünnem normalen Papier wird zunächst eine Zwischenschicht aufgetragen, die die Empfindlichkeit der dritten, thermoaktiven Schicht erhöhen soll. Diese enthält Farbbildner, Entwickler und eine Reihe weiterer Hilfsstoffe. Schätzungsweise 250 kg unterschiedlichster Chemikalien sind nötig, um eine Tonne Thermopapier herzustellen. Zusammen sorgen sie dafür, dass unter Hitzeeinwirkung Farben und mit ihnen das Schriftbild sichtbar werden.

Zwar ist das Papier insgesamt dünner als gewöhnliches Druckerpapier und kann ebenso gut recycelt werden. Jedoch verblassen die Farben schnell, so dass häufig eine Kopie des Faxes gemacht wird, um die Informationen lange Zeit sicher zu bewahren. So wird im schlechtesten Fall für jedes gefaxte Blatt Papier ein weiteres benutzt - zum Schaden der Wälder. Selbst wenn die Basisschicht des Papiers aus Recyclingpapier hergestellt wird, ist dies für die thermoaktive Schicht nicht möglich. Auch beim Faxen konsequent auf Recyclingpapier setzen und papiersparend aber archivfreundlich arbeiten, funktioniert besser mit Geräten, die mit Normalpapier arbeiten. Vor allem Multifunktionsgeräte sind schon lange nicht mehr auf eine Extra-Rolle Thermopapier angewiesen.