Häufige Fragen

Eine Empfehlung zum Energiesparen im Büro lautet, den Arbeitsplatzcomputer auszuschalten, wenn er länger, zum Beispiel während einer Besprechung, nicht genutzt wird. Aber ist es nicht schädlich, den Rechner unter Umständen mehrmals täglich hoch- und runterzufahren?

Eine Maßnahme zur Senkung des Energieverbrauchs in Büros ist der Einsatz von Energiesparlampen. Aber Energiesparlampen gehen doch nur langsam an, flackern und geben hässliches kaltes Licht, oder?

Wenn man eine Lampe anmacht, entsteht ein elektromagnetisches Feld. Bei Energiesparlampen ist das erheblich stärker als bei den herkömmlichen Glühlampen. Ist das nicht gesundheitlich bedenklich?

Teppiche aus Wollfasern mögen zwar ein angenehmes Raumklima schaffen. Aber ist nicht der eingesetzte Mottenschutz eine Gesundheitsgefahr?

Unerwünschte Chemikalien gelangen nicht nur aus Möbeln, Bodenbelägen oder Wandschmuck in die Büro-Raumluft. Auch Putz- und Reinigungsmittel könnten oft ökologischer und gesundheitsschonender eingesetzt werden. Doch ist das in Büros, in denen oft viel Schmutz anfällt, überhaupt praktikabel?


Eine Empfehlung zum Energiesparen im Büro lautet, den Arbeitsplatzcomputer auszuschalten, wenn er länger, zum Beispiel während einer Besprechung, nicht genutzt wird. Aber ist es nicht schädlich, den Rechner unter Umständen mehrmals täglich hoch- und runterzufahren?
Nein. Wenn zwischen dem Aus- und Einschalten des Computers jeweils mehr als 15 Minuten vergehen, verkürzt sich seine Lebensdauer nicht wesentlich. Da sich durch diese kleine Maßnahme erhebliche Energiekosten sparen lassen, lohnt es sich.


Eine Maßnahme zur Senkung des Energieverbrauchs in Büros ist der Einsatz von Energiesparlampen. Aber Energiesparlampen gehen doch nur langsam an, flackern und geben hässliches kaltes Licht, oder?
Tatsächlich erreichen Sparlampen nicht sofort nach dem Anschalten ihre maximale Helligkeit - lange dauert es aber auch nicht: Einige brauchen dafür nur etwa 30 Sekunden, andere allerdings tatsächlich beinahe zwei Minuten. Da die Lampen zugleich sehr viel weniger Energie verbrauchen, lohnt sich ihr Einsatz allemal. Lampen in Büroräumen brennen in aller Regel lange Zeit hintereinander. Werden die richtigen Modelle ausgewählt, fällt der Unterschied zwischen herkömmlicher und energiesparender Lampe nicht auf. Auch die Sparlampen gibt es zudem längst mit verschiedenen Lichtspektren: Extra-warmweiß und warmweiß geben angenehmes Licht. Wie allen Leuchtstofflampen fehlt jedoch auch dem Licht der Energiesparlampen die Rot-Komponente. Wo es also auf eindeutige Farbbrillanz ankommt, sind sie weniger geeignet.

Der technische Fortschritt beseitigte inzwischen auch das Ärgernis älterer Energiesparlampen: Neue Modelle flimmern nicht mehr sichtbar. Sie sind mit Vorschaltgeräten ausgestattet, die die Lampen in hoher Frequenz (40.000 Hz) mit Strom versorgen und so zum Leuchten bringen - diese Schwankungen kann das menschliche Auge nicht wahrnehmen.


Wenn man eine Lampe anmacht, entsteht ein elektromagnetisches Feld. Bei Energiesparlampen ist das erheblich stärker als bei den herkömmlichen Glühlampen. Ist das nicht gesundheitlich bedenklich?
Das Vorschaltgerät im Sockel der Lampen verursacht bei den so genannten Energiesparlampen tatsächlich neben einem elektrischen und einem magnetischen ein hochfrequentes Feld um die Lampe herum. Bislang gibt es für die elektromagnetischen Felder von Lampen keine Grenzwerte. Die Stiftung Warentest orientierte sich daher bei ihren jüngsten Untersuchungen (test 1/2006) an den Empfehlungen, die TCO als Vorsichtsmaßnahme für die elektromagnetische Strahlung von Computerbildschirmen gibt. Die TCO-Empfehlung für Computermonitore sagt, dass die Strahlung 10 Volt pro Meter nicht übersteigen darf - dieser Wert spiegelt jedoch lediglich das technisch machbare wider, gesundheitliche Schäden sind bei dieser Feldstärke bislang weder bewiesen noch ausgeschlossen worden. Die elektromagnetischen Felder, die die derzeit erhältlichen Energiesparlampen aussenden, sind zum Teil erheblich stärker als 10 V/m. Wer die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Energiesparlampen auf dieser Grundlage als nicht ausreichend erachtet, sollte Energiesparlampen nicht in Schreibtisch-, Steh- oder Nachttischlampen nutzen, sondern ihre energiesparenden Dienste nur für Wand- und Deckenleuchten in Anspruch nehmen.


Teppiche aus Wollfasern mögen zwar ein angenehmes Raumklima schaffen. Aber ist nicht der eingesetzte Mottenschutz eine Gesundheitsgefahr?
Mit wenigen Ausnahmen werden Teppichböden aus tierischen Fasern (Schafwolle, Ziegenhaar usw.) mit Mottenschutzmitteln behandelt. In den meisten Fällen werden dafür Stoffe aus der Gruppe der Pyrethroide, insbesondere Permethrin und Cypermethrin, eingesetzt. Diese so genannte Eulanisierung ist bei allen Teppichen mit Wollsiegel, GuT-Signet oder Teppich-Siegel vorgeschrieben. Als wirksam gelten Permethrin-Konzentrationen von 35 bis 210 mg/kg Teppichfaser, meist werden 60 bis 180 mg eingesetzt. Der Wirkstoff dringt in die Faser ein und wirkt zeitlich unbegrenzt. Er ist fest gebunden und gast nicht aus. Allerdings können Pyrethroide über den Abrieb von Faserteilen in den Hausstaub und so in den menschlichen Organismus gelangen.

Ungeachtet der ermittelten Permethrinbelastung in Teppichen und im Hausstaub sowie teils auch der Raumluft, kam eine Verbundstudie des Fraunhofer-Instituts für Toxikologie und Aerosolforschung sowie der Universität Düsseldorf zu dem Schluss, dass kein nachweisbarer Zusammenhang zwischen der Permethrinbelastung in Teppich und Hausstaub und der Belastung der Bewohner erkennbar ist. Die Gesundheitsrisiken werden aber bis heute kontrovers diskutiert.


Unerwünschte Chemikalien gelangen nicht nur aus Möbeln, Bodenbelägen oder Wandschmuck in die Büro-Raumluft. Auch Putz- und Reinigungsmittel könnten oft ökologischer und gesundheitsschonender eingesetzt werden. Doch ist das in Büros, in denen oft viel Schmutz anfällt, überhaupt praktikabel?
In vielen Büros kommt regelmäßig ein professioneller Reinigungsdienst, kleinere Verschmutzungen müssen aber auch im Büroalltag immer wieder sofort entfernt werden. Als Auftraggeber eines Reinigungsservices können Sie in der Regel über die verwendeten Mittel mitbestimmen - etwa, wenn sie dem Reinigungspersonal vor Ort einfach zur Verfügung gestellt werden. Kraftreiniger zum Beispiel können in den allermeisten Fällen durch schonendere Allzweckreiniger ersetzt werden: Sollen die aggressiven Kraftreiniger gegen Kalk, Seifenreste oder Rost wirken, handelt es sich um stark saure Rezepturen, mit stark alkalischen Mitteln sollen Fett und Ruß beseitigt werden können - für starke Verschmutzungen mögen diese Mittel hin und wieder nützlich sein. In einem Büro. In dem regelmäßig gründlich sauber gemacht wird, fallen Verschmutzungen, die solche heftigen Mittel erfordern, in aller Regel nicht an.

Zitronen- oder Essigsäure-Lösungen lassen auch hartnäckige Kalkablagerungen an Waschbecken, im Wasserkocher oder in der Kaffeemaschine leicht und umweltschonend verschwinden - in Regionen mit besonders hartem Wasser, wird so eine Spülung häufiger nötig sein.