Häufige Fragen
Was muss ich beim Teppichkauf beachten?
Wie verlege ich Teppichboden am besten?
Ist Teppich bzw. Teppichboden auch für Allergiker geeignet?
Ist Kinderarbeit bei der Herstellung von Teppichen verboten?
Ermöglicht die "Ökobilanz Teppichboden" einen Vergleich der Umweltwirkungen verschiedener Bodenbeläge?
Wie kann ich sicher gehen, dass das Produkt meiner Wahl umweltgerecht hergestellt wurde?
Was muss ich beim Teppich-Kauf beachten?
Bevor Sie sich für einen textilen Bodenbelag entscheiden, sollten Sie ein paar wichtige Regeln beachten. Lassen Sie sich zum Beispiel nicht ausschließlich von Preissenkungen leiten, sondern nehmen Sie das Produkt genau unter die Lupe.
Eine wichtige Orientierungshilfe bieten Qualitäts-, Umwelt- und Sozial-Zeichen. So etwa das Teppich-Siegel der Europäischen Teppich-Gemeinschaft e.V. Bodenbeläge, die dieses Zertifikat tragen, zeichnen sich durch hohe objektiv geprüfte Qualität sowie gesundheitliche und ökologische Unbedenklichkeit aus. Das GuT-Signet kennzeichnet Teppichböden, die auf Schadstoffe, Gerüche und umweltfreundliche Herstellung objektiv geprüft wurden. Teppiche mit dem Rugmark-Siegel wurden ohne illegale Kinderarbeit hergestellt.
Grundsätzlich gilt: Fachkundige Beratung gehört zu jedem erfolgreichen Teppicherwerb. Der Verkäufer sollte alle Kundenfragen klar und eindeutig beantworten und Empfehlungen zum Verlegen und zur Pflege des textilen Bodenbelags geben.
Wie verlege ich Teppichboden am besten?
In jedem Fall sollten Sie den Rat eines Fachmanns einholen, der über spezielle Kenntnisse verfügt und aus Erfahrung weiß, auf welche Dinge beim Verlegen zu achten ist. Er kann Ihnen auch sagen, welche Verlege-Methode sich für welche Räume am besten eignet. Das ganzflächige Verkleben ist die gebräuchlichste Methode, die sich besonders für große und vielbegangene Räume eignet. Dabei ist mit Rücksicht auf die Umwelt und das eigene Wohlbefinden auf die Verwendung von sehr emissionsarmen Klebern, den so genannten EC1-Klebern zu achten.
Das Verspannen mit Nagelleisten kann nur vom Fachmann durchgeführt werden. Vorzugsweise gewebte oder mit einem Textilrücken ausgerüstete, getuftete Teppichböden werden hierbei über eine Unterlage aus Filz oder Schaum gespannt und an den Rändern mit Nagelleisten befestigt. Diese Methode bietet viele Vorteile. Zum einen liegt der textile Bodenbelag sehr stabil und ist strapazierfähiger, zum anderen wird die Trittsicherheit erhöht. Außerdem kann ein gespannter Teppichboden problemlos bei einem Wohnungswechsel herausgenommen und teilweise wieder verwendet werden.
Das lose Auslegen eignet sich nur für sehr kleine Räume bis zu 25 qm, weil sonst die Gefahr der Wellenbildung besteht. Der Teppichboden wird in diesem Fall nur an den Rändern und im Türbereich mit doppelseitigem Klebeband fixiert. Beim Fixieren werden emissionskontrollierte, einfach aufzutragende Fixierstoffe verwendet, die später eine leichte Wiederaufnahme erlauben. Zu empfehlen ist diese Verlegeart beispielsweise für Mieter, die bei Auszug den Teppichboden erneuern müssen. Eine weitere Methode ist das Kletten. Dabei wird der Teppichboden mit einem Vliesrücken in einem auf dem Boden befestigten Klettband verhakt.
Ist textiler Bodenbelag auch für Allergiker geeignet?
Nach Aussagen des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) sind Teppiche nicht grundsätzlich für Allergiker ungeeignet. Als Bodenbelag für Allergiker befürworten die Experten des DAAB einen kurzflorigen Teppich, der - im Gegensatz zu glatten Bodenbelägen - den Staub bindet. Auch eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Umwelt- und Innenraumanalytik in Mönchengladbach, die eine Analyse der Raumluft in Abhängigkeit verschiedener Bodenbeläge zum Inhalt hat, kommt zu diesem Ergebnis: In Räumen mit glatten Böden ist die Luft viermal stärker mit Feinstaub belastet als in Räumen, die mit Teppichböden ausgelegt sind. Der Feinstaub enthält Ausscheidungen der Hausstaubmilbe, auf die Allergiker empfindlich reagieren.
Ist Kinderarbeit bei der Herstellung von Teppichen verboten?
Kinderarbeit ist in fast allen Staaten der Welt verboten - das gilt auch für die Teppich-Herstellung. Die Verbote werden allerdings oft nicht durchgesetzt. Es wäre auch gar nicht sinnvoll, jegliche Kinderarbeit pauschal zu verbieten und Sanktionen gegen Kinderarbeiter auszusprechen. Nur wenn gewährleistet ist, dass die Kinder und deren Familien Alternativen haben, mit denen sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können, führen Verbote nicht in die Illegalität. Eine solche Alternative bietet Rugmark. Die Initiative gegen illegale Kinderarbeit in der Teppichproduktion vergibt das Rugmark-Siegel als Warenzeichen für Teppiche aus Indien, Nepal und Pakistan.
Ermöglicht die "Ökobilanz Teppichboden" einen Vergleich der Umweltwirkungen verschiedener Bodenbeläge?
Ein Vergleich der Umweltwirkungen verschiedener Bodenbeläge anhand von reinen Ökobilanzdaten ist für den Laien sehr schwierig. Denn die derzeit zur Verfügung stehenden Ökobilanzen haben fast alle einen unterschiedlichen Untersuchungsrahmen. Die Zielsetzungen sind andere - der Betrachtungszeitraum ebenfalls. Während auf der einen Seite ausschließlich Herstellungs- und Nutzungsprozesse bilanziert werden, ist es beispielsweise beim Teppichboden der gesamte Lebenszyklus - bis hin zur Entsorgung bzw. Verwertung. Für den Verbraucher ist es nahezu unmöglich, anhand der Daten einen Vergleich anzustellen. Die Fachwelt allerdings kann Ökobilanzen als differenzierte Quelle nutzen, um Produktionsprozesse zu verbessern oder übergreifende Betrachtungen durchzuführen. Davon profitieren letztendlich sowohl die Umwelt als auch der Verbraucher.
Wie kann ich sicher gehen, dass das Produkt meiner Wahl umweltgerecht hergestellt wurde?
Achten Sie auf Umweltzeichen, die umweltgerechte Vergabekriterien haben, deren Einhaltung objektiv geprüft wird. Das ist z.B. beim GuT-Signet, dem natureplus-Zeichen oder dem Greenline-Zeichen der Fall. Ausführliche Informationen über Gütesiegel und ihre Bewertung aus Verbrauchersicht finden Sie in unserer Label-Datenbank auf www.label-online.de.








