Energierohstoffe sind endlich

An der Energiewende führt bereits wegen der absehbaren Endlichkeit von Kohle, Gas, Erdöl und Uran kein Weg vorbei. Auf diesen fossilen Ressourcen basiert die Weltenergieversorgung heute zu über 80 Prozent. Legt man nur den aktuellen Verbrauch zu Grunde, dann werden die Reserven an Erdöl in gut 40 Jahren zur Neige gehen. Erdgas würde in 65, Steinkohle in 165 und Braunkohle in über 200 Jahren erschöpft sein. Die Uranreserven wären in knapp 40 Jahren aufgebraucht.

Diese Zeiträume mögen von manchen als wenig besorgniserregend empfunden werden, zumal Fachleute schätzen, dass mit hohem technischen und finanziellen Aufwand weitere Lagerstätten fossiler Energien in der Zukunft erschlossen werden können. Doch sollte der vermeintliche Reichtum nicht über folgendes hinwegtäuschen:

  • Über 70 Prozent der Erdöl- und 65 Prozent der Erdgasreserven befinden sich in der so genannten "strategischen Ellipse" zwischen Saudi-Arabien, Irak und dem Norden Russlands. Die Instabilität dieser Regionen führt zum Teil schon heute zu schwerwiegenden politischen und teils auch militärischen Konflikten.
  • Auch künftige Generationen müssen noch in ausreichendem Maße über Energiereserven verfügen, um zumindest die gleiche Chance auf Wohlstand zu haben wie die heute lebenden Menschen, insbesondere in den reichen Ländern.
  • Die Entwicklung und Einführung neuer Energietechniken erfordert viel Zeit. Es vergehen Jahrzehnte, bis sie weltweit zur Verfügung stehen.

Aus Gründen der Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Generationengerechtigkeit muss also bereits heute mit dem Aufbau einer zukunftsfähigen Energieversorgung begonnen werden.