Wie viel Wasser wir tatsächlich verbrauchen

Der heimische Wasserverbrauch ist nicht alles, Foto: knipseline / pixelio.de

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Beim heimischen Wasserverbrauch haben es die Deutschen 2008 zum Europa-Sparmeister gebracht: Jeder Bundesbürger nutzt 125 Liter Trinkwasser am Tag, das sind 39 Liter weniger als unsere französischen Nachbarn und sogar 117 Liter weniger als jeder Italiener. Vor allem wegen der Wasserpreise haben sich die deutschen Verbraucher einen sparsameren Umgang mit Wasser angewöhnt.

Verglichen mit dem tatsächlichen Wasserverbrauch fallen die Umdrehungen auf der Wasseruhr aber kaum ins Gewicht: Tatsächlich verbraucht jeder Deutsche täglich etwa 4.000 Liter Wasser – das Fassungsvermögen eines großen Feuerwehr-Löschwagens. Und zwar nicht zuhause, sondern in aller Welt und zum Teil in Regionen, die wegen relativer Trockenheit unter einem hohen Wasserstress leiden.

Denn Wasser steckt in jeder Handelsware und reist in Erzeugnissen verarbeitet kreuz und quer um den Globus. Seinen wahren Wasserverbrauch kann man deswegen an keinem Zähler ablesen, sondern nur anhand des sogennanten "virtuellen Wasserfußabdrucks" abschätzen. In Deutschland misst er etwa 1.500 Kubikmetern Wasser pro Kopf und Jahr. Weltweit Spitzenreiter im Wasserverbrauch sind US-Bürger mit ca. 2.500 Kubikmeter pro Jahr, Schlusslicht ist der Jemen mit 700 Kubikmetern Wasserverbrauch. 

Was ist virtuelles Wasser?