Landwirtschaft

Künstliche Bewässerung auf Sizilien, Foto: B. Taubitz / pixelio.de

 

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Zwischen 70 und 80 Prozent des verfügbaren Süßwassers wird von Agrarbetrieben verwendet. Die Menge steigt wegen eines globalen Trends zur künstlichen Bewässerung, mit der Landwirte versuche, ihre Erträge zu verbessern.

Besonders bedrückend für die lokalen Wasserreserven ist, wenn in trockenen Regionen fremde Feldfrüchte mit eher feuchter Heimat auf den Acker kommen, wie Erdbeeren, die in Spanien angebaut werden. Weltweit wird mit unterschiedlichen Methoden bewässert, die fast ausnahmslos viel Wasser vergeuden: Massen versickern und verdunsten ungenutzt oder gehen durch Lecks im Leitungssystem verloren.

Hinzu kommt, dass für neues Acker- und Weideland riesige Waldgebiete gerodet werden, die lebensspendende Feuchtigkeit im Boden halten und an die Luft abgeben. Ist der Bewuchs weg, erodiert mit der Zeit der Boden und wird unfruchtbar, es kommt zu Überschwemmungen, Trockenheit und schlussendlich zur Wüstenbildung. In jedem Jahr verkümmern rund 1,6 Millionen Hektar Land zu Wüsten.

Pestizide verschmutzen Grundwasser

Durch die Landwirtschaft geraten außerdem Unmengen an Düngemitteln und Pestiziden ins Grundwasser, in Flüsse und Meere. Viel Gift muss vor allem in Monokulturen versprüht werden, die sehr anfällig für Schädlinge und Krankheiten sind. Baumwolle ist nicht nur ein Paradebeispiel für eine so genannte „thirsty crop“ – eine besonders wasserbedürftige Feldfrucht. Auch bei der Verschmutzung von Wasser mit Pestiziden nimmt das „Weiße Gold“ einen Spitzenplatz ein: Während nur auf etwas mehr als zwei Prozent der weltweiten Anbauflächen Baumwolle wächst, werden dort elf Prozent der weltweit hergestellten Pestizide eingesetzt, darunter fast ein Viertel der produzierten Insektizide.

Betrachtet man nur die Wassermenge, ist Deutschland ein wasserreiches Land. Was aber auch hier immer knapper wird, ist sauberes Wasser. Große Mengen Grundwasser sind mit Nitrat belastet, das wie auch in anderen Teilen Europas und Nordamerikas vor allem aus der Gülle der Massentierhaltung stammt. Auch Pestizide gelangen ins Grundwasser – die Selbstreinigungskraft des Wassers wird mit den üblichen Eintragsmassen von Nitrat und Giften überfordert.

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