Wasserkosten

Kostbare Tropfen, Foto: Buntschatten / pixelio.de

Eigentlich müsste mit Wasser so umgegangen werden wie mit dem Guthaben auf einem Konto: Weil Schulden hohe Zinsen kosten, achten die meisten darauf, nicht mehr auszugeben als sie eingenommen haben. Anders die Folgen beim „Ausgeben“ von Süßwasser: Die Kosten der Überstrapazierung der Reserven tragen andere – künftige Generationen oder die ärmere lokale Bevölkerung. Eine nachhaltige Nutzung zahlt sich nicht aus.

Der echte und der monetäre Wert von Wasser stehen bislang häufig im falschen Verhältnis. In vielen Ländern kann Wasser für sehr wenig Geld oder sogar kostenlos benutzt werden. Oft halten Regierungen den Wasserpreis mit Subventionen extra niedrig. In solchen Ländern haben Landwirte keinen Anreiz, in ein sparsames Bewässerungssystem zu investieren. Und weil Umweltauflagen für die Industrie entweder fehlen oder Verstöße nur mild bestraft werden, kann das Einleiten von Schadstoffen in Gewässer die billigste Art der Entsorgung bleiben.

Für diejenigen, die keinen eigenen Zugang zu Frischwasser haben, kann das katastrophale Folgen haben. Sie haben keine andere Wahl, als das verschmutzte Wasser zu verwenden und nehmen so Giftstoffe und Krankheitserreger zu sich. Wer etwas anderes will, muss sich sein Wasser teuer bei privaten Händlern kaufen. Slumbewohner in Jakarta, Manila oder Nairobi müssen für ihr Wasser so bis zu zehnmal mehr bezahlen als die Bewohner wohlhabenderer Gegenden.

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