Wassermangel in Städten und Dörfern

Brunnen in Nordafrika, Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

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Mit dem Abwandern der Landbevölkerung in die Metropolen bewegt sich auch die Wasserkrise in die Städte. Zwar leben heute die meisten Betroffenen auf dem Land, aber schon in 25 Jahren wird jeder zweite Mensch auf dem Erdball ein Stadtbewohner sein.

Ausufernde Millionenmetropolen in Schwellen- und Entwicklungsländern werden vor große Herausforderungen bei der Wasserversorgung gestellt. In Armenvierteln fehlen Frischwasserzuleitungen, Sanitäranlagen und Möglichkeiten, Abwasser zu entsorgen. Wo die Bevölkerungszahl auf engstem Raum explodiert, ist verkeimtes Wasser und schlechte Hygiene besonders bedrohlich. Flüsse werden mit Fäkalien und anderem Unrat belastet, Fabriken leiten ungeklärte Abwässer ein. In den Boommetropolen Jakarta und Manila behalfen sich viele Bewohner mit Grubenlatrinen, die Grundwasser, Flüsse und Wasserquellen verpesten und so die Gesundheit aller gefährden.

Hauptlast für Frauen und Mädchen

Wenn es auf dem Land eine Wasserversorgung gibt, betreiben Gemeinden oft vom Staat unterstützt eigene Systeme. Häufig passen die Versorgungssysteme aber nicht zu den örtlichen Gegebenheiten. Oft wurde falsche Technik gewählt, obwohl man es vorher besser hätte wissen können. Nicht selten liegt das an der gesellschaftlichen Hierarchie, die es Autoritätspersonen erlaubt, im Alleingang über die Art der Wasserversorgung zu entscheiden, obwohl der Sachverstand dafür möglicherweise fehlt. Kann ein ungeeignetes Versorgungssystem den Wasserbedarf nicht decken, werden für den Fehlgriff Frauen und Mädchen bestraft, indem sie weiter Wasser holen müssen.

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