Wasserbewusst einkaufen

  • Ihr Einkaufskorb wird wasserfreundlich, wenn sie ihn bio & fair bestücken: Produkte aus dem ökologischen Anbau und/oder dem Fairen Handel werden ressourcenschonend erzeugt und schützen auch das Wasser. Das gilt übrigens nicht nur für Lebensmittel: Auch Baumwolltextilien aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) helfen dem Wasser.
  • Zeigen Sie Fleisch öfter mal die kalte Schulter, denn wer auf Fleisch verzichtet, hilft dem Wasser gleich zweifach: Zum einen ist die Viehhaltung sehr wasseraufwändig und verschmutzt große Wassermengen. Zum anderen belastet sie das Klima, weil von den Tieren viel Methan abgegeben wird und neuem Weideland große Waldflächen weichen müssen. Der Klimawandel wiederum macht die Wasserkrise schlimmer.
  • Regional und saisonal: Kaufen Sie Obst und Gemüse passend zur Jahreszeit und bevorzugen Sie Waren aus der Umgebung. So verringern Sie den indirekten Wasserverbrauch und schonen außerdem das Klima.
  • Achten Sie auf die Langlebigkeit und gute Recyclebarkeit von Produkten.
  • Bevorzugen Sie Recycling-Papier.
  • Das Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ weist auf vergleichsweise umweltschonend hergestellte Produkte hin. Am Zusatz „schützt das Wasser“ erkennen Sie wasserschonende Waren noch deutlicher. 

Warum schont „bio“ Wasser?

In der ökologischen Landwirtschaft dürfen keine chemisch-sythetischen Pflanzenschutzmittel (Pestizide) benutzt werden und keine mineralischen Düngemittel, die Stickstoffbelastung des Bodens ist deutlich geringer als in der konventionellen Landwirtschaft. Stattdessen wird der Acker zum Beispiel mit einer geeigneten Fruchtfolge nährstoffreich gehalten und es wird organischer Dünger benutzt. Gewässer im Einzugsgebiet ökologischer Landwirtschaft sind deutlich weniger mit Giften belastet und werden von vielen Arten besiedelt, die vorher verschwunden waren. In der ökologischen Tierhaltung werden nach Möglichkeit keine herkömmlichen Arzneimittel eingesetzt, die Tiere sollen durch eine hohe Betreuungsintensität erst gar nicht krank werden. Geschieht das doch, werden Naturheilverfahren bevorzugt und nur wenn diese aussichtslos sind, darf mit üblichen Medikamenten behandelt werden. Das kommt nicht nur dem Verbraucher zugute, sondern auch dem Wasser, weil deutlich weniger Antibiotika, Hormone und andere Arzneimittel an die Umwelt abgegeben werden. 

 „Fair“ schont Wasser und ermöglicht Familien Zugang

In erster Linie verhilft der Faire Handel Kleinbauern zu besseren Arbeits- und Lebensbedingungen. Neben dem stabilen und fairen Preis wird eine Sozial-Prämie gezahlt, über deren Verwendung gemeinsam entschieden wird. Gemeinden ohne Wasserversorgung beschließen oft, von dem Geld einen Brunnen zu bauen. Und weil die Bauernfamilien nicht nur heute und morgen, sondern auch übermorgen von ihrer Arbeit leben können sollen, ist der Erhalt der natürlichen Ressourcen im Fairen Handel seit jeher die Kehrseite der gleichen Medaille. Die Produzenten müssen deshalb Vereinbarungen zum Umweltschutz einhalten. In einigen Punkten berühren die Auflagen auch den Umgang mit Süßwasserreserven: Wasser soll sparsam eingesetzt und möglichst wenig kostbares Nass verschmutzt werden. Es soll nur wenig Agrochemie zum Einsatz kommen, bestimmte Pestizide sind ganz verboten. Stattdessen wird der kontrolliert biologische Anbau gefördert: Den Anreiz zur Umstellung erhöht eine Bio-Prämie und auch der Fairhandels-Preis sowie die größere Einkommenssicherheit fördern den mit Kosten und Aufwand verbundenen Wechsel. Mit Erfolg: Mehr als 70 Prozent der Artikel mit Fairtrade-Siegel dürfen inzwischen auch das Bio-Zeichen tragen.