Haus & Garten

  • Verschmutzen Sie Ihr Brauchwasser nicht unnötig: Desinfektionsmittel und antibakterielle Reiniger gehören in Krankenhäuser und sind in einem Haushalt mit gesunden Menschen überflüssig. Verzichten Sie soweit möglich auf Spezialreiniger – die Klassiker (Allzweckreiniger, Scheuermittel sowie Essig und Zitronensäure) tun es oft auch. Und wenn Sie sich bei hartnäckigem Schmutz etwas anstrengen macht das Putzen nebenbei noch eine gute Figur.
  • Arzneimittel gehören nicht in die Toilette oder den Ausguss, weil sie nur schwer oder gar nicht biologisch abbaubar sind. Entsorgen Sie Medikamente stattdessen in die graue Mülltonne, aber nur wenn der Restmüll verbrannt wird. Ob das der Fall ist, erfahren Sie bei Ihrer Kommunalverwaltung. Achten Sie darauf, Ihre Pillen kindersicher wegzuwerfen: Wickeln Sie die Tabletten in Zeitungspapier und drücken Sie sie nicht aus dem Blisterstreifen. Alternativ können Sie ihre Medikamente kostenlos bei den Apotheken oder der Schadstoffsammlung abgeben.
  • Waschen Sie nachhaltig: Sortieren Sie Ihre Wäsche in bunt, weiß und fein und beachten Sie die Pflegehinweise. Laden Sie Ihre Waschmaschine möglichst voll und lassen Sie nur für empfindliche Textilien wie Wolle oder Seide etwas mehr Platz in der Trommel. Wählen Sie das zur Wäscheart passende Waschmittel (Voll-, Color- oder Feinwaschmittel) und halten Sie sich an die Dosieranleitung. Stellen Sie eine möglichst niedrige Temperatur ein. Waschmittel arbeiten heute so gut, dass die meisten Stücke bei 20 bis 30 Grad gesäubert werden und Kochwäsche schon bei 60 statt 90 Grad hygienisch rein wird. Verzichten Sie auf Vorwäsche und Schonwaschgänge und nutzen Sie das Sparprogramm. Kaufen Sie Waschmittel im Nachfüllpack. So sparen Sie nicht nur Wasser, sondern auch Strom und Geld.
  • Falls Sie einen Geschirrspüler nutzen, verzichten Sie auf das umständliche Vorspülen und entfernen Sie nur grobe Speisereste. Wählen Sie das Spülprogramm und die Temperatur bewusst nach Art des Geschirrs und Verschmutzungsgrad aus.
  • Steht der Kauf einer Waschmaschine oder eines Geschirrspülers an? Auf der Seite www.ecotopten.de finden Sie die jeweils besten Zehn in Sachen Wasser- und Energieeffizienz sowie Lebensdauer.
  • Bauen Sie wassersparende Armaturen in Bad und Küche ein. Sie pressen Luft in den Wasserstrahl, der dadurch weniger Wasser führt ohne an Druck und gefühltem Volumen zu verlieren. Der Trick funktioniert auch bei Toilettenspülungen, entsprechende WC-Modelle gibt es im Handel.
  • Es gibt auch Toiletten, die ohne das große Rauschen gut funktionieren. Während Ihnen der Gedanke an Komposttoiletten vielleicht noch gewöhnungsbedürftig erscheint, werden sie in anderen Teilen Europas immer selbstverständlicher. Humustoiletten funktionieren ohne oder mit sehr wenig Wasser, sind aber trotzdem hygienisch. Wie der Name schon sagt, werden die Fäkalien in einem Behälter mit Rindenmulch, Stroh oder Gesteinsmehl vorkompostiert. Dort machen sich Mikroorganismen ans Werk und schrumpfen die Hinterlassenschaften auf bis zu ein Zehntel ihres anfänglichen Volumens. Es entsteht eine Art Humus, der rund alle vier Wochen im Garten verteilt oder in der Biotonne entsorgt werden kann. Mit dem olfaktorischen Grauen eines Plumpsklos haben die Komposttoiletten nichts gemein: Mit den meisten Modellen riecht das stille Örtchen nicht mehr als mit einem Wasserklosett.
  • Haben Sie einen Garten? Dann sammeln Sie womöglich bereits Regenwasser über Regenrinnen, die in einer Tonne münden. Mit etwas mehr Aufwand lässt sich mit Regenwasser auch die Toilettenspülung und Waschmaschine betreiben oder es kann als Putzwasser herhalten. Üblich sind Systeme, die das Regenwasser auf dem Weg vom Dach zur Zisterne von Verschmutzungen befreien.
  • Lassen Sie mal was durchsickern: Die Bodenversiegelung lässt besonders das städtische Grün trotz Regen durstig. Stattdessen fließt das Wasser in die Kanalisation und belastet die Abwasseranlagen. Um die Versiegelung aufzulockern eignen sich auf Zufahrten oder kleineren Wegen Rasenwaben, die einerseits einen stabilen Untergrund bilden und andererseits einen pflanzenfreundlich feuchten Boden zulassen. Das Wegegrün ist nicht nur hübscher als Beton, es fördert neben der Versickerung von Regenwasser auch seine Verdunstung und erfrischt so die Stadtluft.