Die Macht des Verbrauchers

„Wir leben in einer Welt, in der alles voneinander abhängig ist. Einzelhandelsunternehmen haben eine besondere Verantwortung für soziales und ökologisches Handeln, das allen nutzt. Unverantwortliches Handeln fällt immer auf sie selbst und viele andere Menschen leidvoll zurück. Soziales und ökologisches Engagement zeugt deswegen von Mitgefühl und Verantwortung für Mensch, Tier und Umwelt.“ Wolfgang F. Ross, Verbraucher

Mit dieser Meinung ist Wolfgang F. Ross nicht allein. Deshalb setzen er und viele andere Verbraucher ihre Macht für mehr Nachhaltigkeit ein. Tag für Tag tragen Menschen mit (Kauf-)Entscheidungen dazu bei, dass Menschenrechte geachtet, Ressourcen geschont oder das Klima geschützt werden oder eben nicht. Verbraucher können mit ihren Konsum- und Lebensgewohnheiten das Warenangebot und dadurch den Markt nachhaltig beeinflussen. Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, wie Verbraucher Macht durch ihre Kaufentscheidung ausüben können. So haben biologisch angebaute Lebensmittel durch die steigende Nachfrage den Sprung vom Nischendasein im Naturkostladen in den Supermarkt und sogar zum Discounter geschafft.

Nachhaltig einkaufen bedeutet zum einen, verantwortungsvoll darauf zu achten, dass ökologisch und sozial unbedenkliche Produkte im Einkaufswagen landen. Und nachhaltiger Konsum liegt im Trend. Bio- und Fair-Trade-Produkte stehen immer häufiger auf dem Einkaufszettel und auch bei Möbeln, Textilien, Elektrogeräten etc. wird immer öfter darauf geachtet, dass sie umwelt- und sozialverträglich produziert wurden sowie energiesparend genutzt und umwelt- und sozialverträglich entsorgt werden können.

Wenn es um Produkte geht, bieten zertifizierte Labels wie der Blaue Engel und das FairTrade- oder Bio-Siegel eine gute Orientierung. Zu diesem Thema werden auf der Internetseite www.label-online.de der VERBRAUCHER INITIATIVE umfassende Informationen bereitgestellt.

Auf der anderen Seite bedeutet nachhaltig einkaufen jedoch auch, bei Unternehmen einzukaufen, die ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen – die ihre Mitarbeiter angemessen behandeln, auf Energieeffizienz achten oder darauf, dass ihre Produkte umwelt- und sozialverträglich hergestellt wurden. An diesem Punkt wird es für Verbraucher schon schwieriger, ein umfassendes Bild zu bekommen. Was hinter den Kulissen von Unternehmen passiert, ist für viele Kunden ein Buch mit sieben Siegeln.

Aus diesem Grund hat die VERBRAUCHER INITIATIVE eine Befragung zur Umwelt- und Sozialverantwortung der sechs umsatzstärksten Einzelhändler in Deutschland durchgeführt und veröffentlicht die Ergebnisse auf der Seite www.nachhaltig-einkaufen.de. Die Übersicht der Ergebnisse bietet Verbrauchern praktische Unterstützung bei der Wahl eines nachhaltigen Geschäfts.