Ursachen des Artensterbens

Im Verlauf der Evolution sind zahlreiche Arten auf natürlichem Weg ausgestorben. In den frei gewordenen ökologischen Nischen konnten sich oft neue Organismen einrichten. Je nachdem wie stark sich eine Spezies an veränderte Umweltbedingungen anpasst, kann über einen längeren Zeitraum eine neue Art entstehen. In das freie Spiel der Evolution greift der Mensch inzwischen fast überall ein, denn es gibt kaum noch Flecken echter Wildnis. Der Mensch verändert seine Umwelt so schnell und drastisch, dass sich heute möglicherweise gar keine neuen Arten mehr herausbilden können, schon allein, weil ihnen die Zeit für die Anpassung an den Wandel ihrer Umwelt fehlt. Durch den Einfluss des Menschen beschleunigte sich das Artensterben um das tausend- bis zehntausendfache gegenüber der natürlichen Rate. Das Zeitlupentempo in dem die Evolution Neuschöpfungen hervorbringt, kann mit dem im Zeitraffer ablaufenden Artenschwund nicht Schritt halten.

Von Natur aus seltene Arten haben besonders schlechte Aussichten im Überlebenskampf mit den menschgemachten Umweltveränderungen. Dazu gehören Tiere, die nur wenig Nachwuchs haben oder von deren Nachkommen nur wenige Exemplare die Geschlechtsreife erleben. Auch Arten, die nur in einem kleinen Gebiet verbreitet sind, sind stärker vom Aussterben bedroht als andere.

Umweltveränderungen & Raubbau

Gebietsfremde Arten

Artensterben durch Artensterben