Gebietsfremde Arten

Aus Asien eingewanderte Marienkäfer breiten sich bei uns aus, Foto: Martina Brunner / pixelio.de

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Auch gebietsfremde Arten können das natürliche Gleichgewicht stören, heimische Arten verdrängen oder gar zur Plage werden: Durch die Zunahme von Welthandel und Reiseverkehr kommt es häufiger vor, dass neue Arten als „blinde Passagiere“ eingeschleppt werden, von denen es einige schaffen, sich in der neuen Umgebung zu behaupten. Auch indem sich Klima- und Vegetationsgrenzen verschieben, breiten sich auswärtige Organismen schneller aus.

Ein kurioses Beispiel ist der Seefrosch, dessen fleischige Schenkel in der französischen Küche beliebt sind. Die große französische Nachfrage führte dazu, dass der Frosch in seinen Heimatländern Indonesien und Türkei so stark bejagt wurde, dass die Bestände dramatisch einbrachen. Unterweil mauserte sich der Seefrosch in Frankreich zur Plage: Einige lebend importierte Frösche entwischten, pflanzten sich sehr erfolgreich fort und verdrängten in manchen Regionen einheimische Froscharten fast völlig.