„Artiger“ Tourismus

Naturreservate erhalten oft erst einen Wert für Anwohner, wenn zahlungswillige Reisende kommen. Naturtourismus kann eine wichtige Einnahmequelle für die lokale Bevölkerung sein oder den Naturschutz vor Ort sogar finanzieren und so helfen, ökologisch empfindliche Gebiete zu erhalten. Auch beim anderweitigen Verleben der Ferien können Urlauber die Artenvielfalt schützen, indem sie zum Beispiel der Versuchung exotischer Mitbringsel wiederstehen. Andenken aus geschützten Tieren oder Pflanzen sind nicht nur geschmack- und rücksichtslos: Werden sie vom Zoll entdeckt, drohen Unannehmlichkeiten, wie hohe Bußgelder. Auf www.artenschutz-online.de können sich Reisewillige vorab mit geschützten Arten Ihres Urlaubslandes vertraut machen, die Touristen dort als Souvenir angeboten werden könnten.

Artenschutz in den Ferien kann noch weiter gehen: „Urlauben“ ist oft eine enorme Belastung für die Umwelt vor Ort: Hotelanlagen strapazieren gerade im Süden häufig die knappen Wasserreserven, empfindliche und artenreiche Feuchtgebiete veröden. Auch ein sehr hoher Energieverbrauch ist typisch für massentouristische Unterkünfte, hinter den Kulissen der „Urlauberhochburgen“ wachsen Müllkippen in Landschaft. Nachhaltiger Tourismus verbindet Reiselust mit dem Erhalt der Natur und ihrer Ressourcen.