Geografie und Klima

Schon ein Blick auf die Landkarte zeigt, wer das Gesicht Südasiens prägt: Indien ist mit Abstand das größte der südasiatischen Länder. Über 3.200 km misst seine längste Achse von Nord nach Süd, der westlichste und der östlichste Punkt liegen 3.000 km auseinander. Die enorme landschaftliche Vielfalt kann bei dieser gewaltigen Fläche kaum überraschen: Im Norden Indiens ragen die die südlichen Ausläufer des Himalaya ins Land. Südlich davon schließen sich die weiten, fruchtbaren Ebenen der Flüsse Ganges und Brahmaputra an. Auch die Wüste Thar liegt südlich des Himalaya; sie bildet die West-Grenze Indiens zu Pakistan und trifft Richtung Osten auf die Ganges-Ebene. Weiter südlich werden weite Teile des Landes durch das Hochland von Dekkan geprägt. Westlich davon fällt das bis zu 2.700 m hohe West-Ghats steil zur Küste Indiens am Arabischen Meer hin ab. In Östlicher Richtung begrenzt der Ost-Ghats das Hochland von Dekkan und schließlich sanft zum Golf von Bengalen ab. Unter den großen Flüssen, die das Land durchziehen hat der Ganges sicher de größte kulturelle und religiöse Bedeutung. Er entspringt auf dem Gebiet Indiens im Südwesten des Himalaya und mündet schließlich auf dem Gebiet von Bangladesch in den Indischen Ozean.

Die klimatischen Verhältnisse Indiens sind ebenso abwechslungsreich wie die landschaftlichen. Nur im Süden des Landes ist es ganzjährig heiß, im Norden, wo ein deutlicherer Wechsel der Jahreszeiten zu beobachten ist, schwanken die Temperaturen zwischen 10 – 15 °C im Winter und 40 – 50 °C im Sommer. Dabei bestimmt der Monsun, zusammen mit den Gebirgen, über das Klima des gewaltigen Landes. Die tropische Luftströmung entsteht durch die unterschiedliche Erwärmung von Wasser- und Landmassen. Je nach Jahreszeit wechselt die Windrichtung und mit ihr die mitgebrachten Regenmengen. Ende Mai steigt im Süden des Landes die Luftfeuchtigkeit spürbar an. Gewitter, kurze Regenschauer und Sandstürme kündigen die Zeit des Monsuns an, der schließlich Anfang Juni beginnt und bis Juli auch den Norden des Landes erreicht hat. Bis September bleiben die Tage in weiten Teilen des Landes heiß, feucht-warm und staubig, wobei oftmals mehrmals täglich dichter Regen fällt. Doch der Monsun „bewässert“ nicht ganz Indien gleichmäßig: In der Wüste Thar sind die Niederschlagsmengen gering, besonders üppig sind sie dagegen an der Westküste und den Hängen des Himalaya.

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