Bangladesch

Östlich von Indien, am Golf von Bengalen liegt Bangladesch in der Region der Flussdeltas von Brahmutra, Ganges und Meghna. Fast ganz von Indien umschlossen teilt sich Bangladesch lediglich noch eine Grenze mit Myanmar und wird im Süden am Indischen Ozean vom Golf von Bengalen begrenzt. Das verhältnismäßig kleine Land – es ist weniger als halb so groß wie Deutschland – wird von einer Reihe weiterer Flüsse durchzogen. Über die Hälfte der üppigen Niederschläge fallen in den Monaten des Monsuns von Ende Mai bis Anfang Oktober. Dabei bleibt es im Westen trockener als im Osten. Die regelmäßigen Überschwemmungen durch Monsunregen, Wirbelstürme und Hochwasser machen das Land fruchtbar, fordern jedoch immer wieder zahlreiche Menschenleben. Einst war Bangladesch dicht bewaldet. Doch infolge des enormen Bevölkerungswachstums wurden die Wald- zu Ackerflächen, auf denen überwiegend Reis angebaut wird. Heute wachsen Bambus, Mango und verschiedenen Palmen auf nur noch 15 % der Landesfläche. Die weltweit einzigartigen Sundarbans, dichte Mangrovenwälder an der Küste zum Golf von Bengalen, schützen das Land gegen die Unbill des Meeres. Auch dem verheerenden Tsunami von 2004 konnten sie die Wucht nehmen und das Land so vor dem Schlimmsten bewahren.