Pakistan: Landwirtschaft und Sportartikel

Anders als in Indien kann Pakistan keine Produkte der Hochtechnologie exportieren. Stattdessen führen vor allem westliche, asiatische und arabische Industriestaaten Baumwolle, Reis, Leder, Sportbekleidung und Sportartikel aus Pakistan ein. Dabei ist das zweitgrößte Land Südasiens stark auf die Überweisungen angewiesen, die im Ausland lebende Pakistaner an ihre Familien in Pakistan leisten. Sie schicken jedes Jahr etwa sechs Milliarden Dollar ins Land – eine Summe so groß, wie die Hälfte der Exporterlöse. Etwa 45 % der Erwerbstätigen sind in der, bis heute feudalistisch strukturierten, Landwirtschaft beschäftigt, weit mehr Menschen sind direkt oder indirekt von ihr abhängig. Energie-, Wasser- und Transportinfrastruktur des wirtschaftlich schwachen Landes sind größtenteils marode und stellen alle Wirtschaftszweige und die Menschen täglich wieder vor Probleme. So sind etwa mehrstündige Stromausfälle am Tag keine Ausnahme und auch das weltweit größte zusammenhängende landwirtschaftliche Bewässerungssystem im pakistanischen Punjab kann infolge seines schlechten Zustands längst nicht seine ganze Leistung zeigen.