… in Australien/Ozeanien

Die globale Erwärmung und der Anstieg der Meeresspiegel bringen Australien und die Inselstaaten Ozeaniens in Bedrängnis: Auf dem fünften Kontinent wird es heißer, die Gefahr von Buschfeuern, Dürren und Sandstürmen wächst. Dass es in einigen Landesteilen trockener, in anderen dagegen feuchter wird, stellt Ökosysteme, Menschen und lokale Wirtschaft vor große Probleme. Infolge der veränderten Niederschlagsverhältnisse werden Menschen, Tiere und Pflanzen Australiens insgesamt weniger Wasser zur Verfügung haben. Die besorgniserregende Bleiche des Great Barrier Reefs, des größten zusammenhängenden Korallenriffs der Erde war nur ein Warnsignal. Dank umfassender Schutzmaßnahmen der australischen Regierung konnte es sich bislang immer wieder erholen, doch die steigenden Wassertemperaturen, der höhere CO2-Gehalt des Meeres und nicht zuletzt häufiger und stärker auftretende Wirbelstürme bedrohen das Riff unverändert. Wie ihm wird auch dem Kakadu Nationalpark und der Küstenlandschaft Australiens ein drastischer Verlust an Artenvielfalt infolge des Klimawandels vorhergesagt.

In Tasmanien fürchtet man vor allem die massive Erosion von Küstenland und die folgenschweren Veränderungen, die der Klimawandel für die Lebensräume der Tier- und Pflanzenwelt haben wird. Neuseeland setzt sich intensiv mit den Möglichkeiten auseinander, die Landwirtschaft an die veränderten klimatischen Bedingungen, die Ausbreitung von Schädlingen sowie das Auftreten bislang unbedeutender Pflanzen- und Tierkrankheiten anzupassen.

Akut bedroht sind auch die Inselstaaten Ozeaniens. Länder wie Tuvalu, Tonga und Samoa liegen nur ein bis zwei Meter über dem Meeresspiegel und sind durch seinen Anstieg unmittelbar bedroht. Wie auch vor den Fidschi-Inseln verarmen ihre Fischgründe zusehends, Korallenriffe, die den Inseln Schutz und zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Heimat sind, drohen abzusterben. Stürme, die infolge des Klimawandels häufiger und mit größerer Wucht auftreten, verstärken den Effekt der veränderten Meeresströmungen: An den Küstenlinien wird vermehrt Sand fortgespült. Das lässt Pflanzen ihren Halt verlieren. Sind sie entwurzelt, erodiert die Küste noch schneller Fischgründe versanden.