Natürliche Besonderheiten

Hochländer, Savannen, Wüsten, Bergketten, Wälder oder der Einfluss der relativ nahen Antarktis – das südliche Afrika ist sowohl klimatisch als auch landschaftlich vielfältig. Ein die gesamte Region prägendes geologisches Merkmal ist das „Große Randstufe“ oder „Eskarpment“ genannte und stellenweise auf mehr als 2.000 Meter ansteigende Randschwellengebirge. Es prägt das Erscheinungsbild von Südangola, Namibia, Südafrika und Mosambik, verläuft auf der westlichen Seite der Region als bis zu 130 Kilometer breiter Streifen meist nahe der Küste.

Stellenweise ist die Große Randstufe kaum auszumachen, weil sie auf weiten Strecken durchbrochen wurde. So haben meerwärts fließende Flüsse wie der Oranje riesige Einschnitte hinterlassen. Im Ganzen betrachtet fasst das Randschwellengebirge jedoch ein gewaltiges Hochland ein, welches das Innere des südlichen Afrikas bildet. Das Plateau hat eine ebene bis wellige Oberfläche, trägt aber auch Berge, einzeln aufragende Gipfel oder breite Täler und Becken, von denen eines die sandige Kalahari-Wüste beherbergt. Die Große Randstufe fasziniert nicht nur wegen ihrer Prägnanz. Auch wegen ihres Alters ist sie eine Besonderheit: Sie entstand vor etwa 120 Millionen Jahren, als der südliche Großkontinent Gondwana zerbrach und seine Teile als Afrika, Südamerika, Antarktika, Australien, Indien und Madagaskar auseinander drifteten.

Die Benguelaströmung

Wüsten und Feuchtgebiet