Politische und wirtschaftliche Beziehungen zu Deutschland

Südafrika ist seit 1994 trotz zeitweiliger Unruhen ein Beispiel dafür, dass Stabilität und Entwicklung auch in Afrika möglich sind. Auch für die Bundesrepublik ist das Land am Kap der Guten Hoffnung ein wichtiger politischer, wirtschaftlicher und strategischer Partner in Afrika südlich der Sahara. Umgekehrt war Deutschland noch 2008 für Südafrika der wichtigste Außenhandelspartner vor den USA und Japan. Seitdem hat China den Deutschen den ersten Rang abgelaufen. Deutsche Unternehmen investieren vor allem in die südafrikanische Automobilbranche, die chemische Industrie, in Maschinenbau und Elektrotechnik. Fast 600 im Kapland niedergelassene deutsche Firmen beschäftigen mehr als 90.000 Arbeitnehmer. Auch an den Vorbereitungen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 sind deutsche Unternehmen beteiligt, besonders am Bau und an der Ausstattung der Stadien verdienen sie mit.

Nach Südafrika und Nigeria ist Angola zum wichtigsten Handelspartner Deutschlands im südlichen Afrika aufgestiegen. Aus dem südwestafrikanischen Land bezieht die Bundesrepublik fast nur Erdöl und Erdgas, wobei sich der Wert der Lieferungen aus Angola zwischen dem Ende des Bürgerkrieges 2002 und 2008 mehr als versechsfachte. Von Deutschland nach Angola ausgeführt werden vor allem Fahrzeuge und Ausrüstungen.