Geografie und Klima

Die geografische Ausbreitung Nordafrikas wird durch natürliche Grenzen bestimmt: Im Osten reicht die Region bis zu Nil und Suezkanal, im Westen liegt der Atlantik. Während im Süden die Sahara die Grenze Nordafrikas markiert, sind es im Norden die Wellen des Mittelmeeres.

Vier Fünftel des beinahe fünf Millionen Quadratkilometer großen Gebietes sind Wüste: Die algerischen Wüsten Grand Erg Occidental und Grand Erg Oriental, die Libysche Wüste und die Sahara sind die größten von ihnen. Nur die wenigen Flüsse, die im Atlas entspringen und der Nil führen ganzjährig Wasser. Fruchtbares Land und ausreichend Wasser gibt es vor allem in den schmalen Küstenstreifen, an den wenigen Flüssen und in Oasen. Unter den vielen Hochplateaus und Gebirgen der Region, ist das Atlas-Gebirge das größte. Es erstreckt sich parallel zur Mittelmeerküste auf über 2.000 km Länge von Marokko über Algerien bis Tunesien.

Nordafrikas Geschichte ist eng mit seinen klimatischen Verhältnissen verbunden. Auch wenn sie ewig scheinen, waren Wüsten nicht immer die vorherrschende Landschaftsform der Region. Stattdessen wechselten sich feuchte und trockene Phasen rege ab und sorgten dafür, dass schon seit vielen Jahrtausenden Menschen ihre Heimat in Nordafrika hatten. Heute beobachten dort Klimaexperten Steppenklima im Hochgebirge, Wüstenklima am Atlantik und in der Sahara, Oasenklima im Niltal und viele verschiedene andere Ausprägungen dessen, was sich für Laien schlicht als unterschiedlich trockene Trockenheit darstellt. Nur an der Mittelmeerküste und im Nildelta herrschen zum Teil subtropische Bedingungen.