Wüstenarten

Wüsten lassen sich in Typen ordnen. Zum Beispiel nach der Art ihrer (natürlichen) Entstehung, wobei Winde, Meeresströmungen, Extremtemperaturen und abgeschottete Lagen eine Rolle spielen können. So gehört die Sahara, in der es bis zu 57 Grad heiß werden kann, zu den Wendekreiswüsten. Sie entstehen durch mächtige Hochdruckgebiete, die extrem trockene Luft absteigen lassen. Regenwolken werden von trockenen und damit „durstigen“ Winden meist spurlos aufgelöst.

Ein Sonderfall der Wendekreiswüsten sind Küstenwüsten wie die afrikanische Namib. Sie liegen ausschließlich auf Westseiten von Kontinenten und werden von sehr starken ozeanischen Hochdruckgebieten verursacht, die mit kalten Meeresströmungen wechselwirken. Sie kühlen darüber liegende Luftmassen herunter, die, je kühler sie werden, immer weniger Wasser halten können. Mitreisende Wolken regnen deshalb schon über dem Meer ab bevor sie das Land erreichen, was für einen besonders konstanten Niederschlagsmangel sorgt. So gehört die Atacame-Küstenwüste in Südamerika zu den trockensten Gebieten der Welt. Messbare Niederschläge fallen dort nur alle fünf bis 20 Jahre.

Binnenwüsten wiederum liegen so weit landeinwärts, dass Niederschläge sie nicht mehr erreichen. Während Regenschattenwüsten durch Höhenzüge gewissermaßen abgeschirmt werden, sie liegen im „Wetterschatten“. Außerdem gibt es Reliefwüsten in niederschlagsarmen Beckenlagen und Monsun-, Polar- sowie Nebelwüsten.