Bodenarten: Auf die Mischung kommt es an

Um was für einen Boden es sich handelt, leitet sich aus der Art seiner überwiegenden Bestandteile ab: Die sind auf jeden Fall mineralische, anorganische Partikel, die aus dem Ausgangsgestein gelöst wurden. Entscheidend für die Bodenbeschaffenheit ist also, welche Mineralienart am Standort vorherrscht. Daraus ergibt sich nämlich, wie groß die charakteristischen Teilchen sind: Sandkörner sind mit bis zu zwei Millimetern recht groß, Schluffkörnchen haben ein Zwischenmaß und Tonpartikel sind mit weniger als 0,002 Milimetern am kleinsten.

Ihre Anteile geben zum Beispiel vor, ob sich ein Boden gut oder schlecht für die Landwirtschaft eignet. So sind Sandböden leicht zu bearbeiten, luftig und wasserdurchlässig. Ihre Nachteile sind, dass sie schnell austrocknen und Nährstoffe nicht gut vorhalten können. Tonböden hingegen können Nährstoffe und Wasser gut speichern, sind aber schlecht durchlüftet und anfällig für Staunässe, weil in ihnen Wasser nicht gut versickert. Wegen ihrem Hang zur Verdichtung erfordert das Bestellen „schwerer“ Tonböden besonderes Geschick. Wenn sie nass werden, sind sie sehr druckempfindlich und werden sie dann mit schwerem Gerät bearbeitet, können sie so stark zusammengedrückt werden, dass etwa die für Pflanzen wichtigen Bodenporen zerstört werden. Am besten für den Anbau eignen sich mittelschwere Lehmböden, die aus einer ausgewogenen Mischung unterschiedlich großer Mineralienpartikel bestehen. Sie halten sowohl Wasser als auch Nährstoffe gut, sind dabei aber einigermaßen leicht, locker und für Pflanzen gut zu durchwurzeln.