Warum verwüsten Böden?

Auf natürlichem Weg gehen Böden nur sehr langsam und in geringem Umfang verloren. Die in vielen Teilen der Welt aber rasant um sich greifende Wüstenbildung erklärt man deshalb meist mit menschlichem Einwirken. Wenn von Desertifikation die Rede ist, ist damit in der Regel die durch den Menschen verursachte, also anthropogene, Wüstenbildung gemeint.

Halbwüsten oder Wüsten entstehen wo Böden verwahrlosen und zugrunde gehen. Zwar sind neben Wüsten gelegene Gebiete mit am häufigsten von einer fortgeschrittenen Desertifikation betroffen. Aber die Vorstellung, dass fruchtbares Land von einer ausufernden Wüste einfach „verschluckt“ wird, stimmt oft nicht. Stattdessen kippen in trockenen oder halbtrockenen Klimazonen ganze Ökosysteme um, weil sie sehr empfindlich auf Veränderungen und Beanspruchung reagieren. Das Land versteppt, der Bewuchs wird immer dünner, verändert sich oder verschwindet sogar ganz. Der schlecht geschützte Boden versandet, versalzt oder bleibt steinhart und rissig zurück. Während die Folgen der Desertifikation ähnlich sind, kann sie unterschiedliche Ursachen haben:

Unmittelbare Ursachen

Mittelbare Ursachen