Salzpflanzen

Die meisten Pflanzen würden auf salzreichen Böden eingehen. Dass auf ihnen aber kein Kraut mehr wächst, stimmt auch nicht. Es gibt einige besonders robuste Gewächse, die es schaffen, im Salz zu bestehen. Einige Arten entziehen es sogar dem Boden und lagern das Salz in bestimmten Pflanzenteilen ein oder geben es über Haare oder Drüsen überirdisch wieder ab. Pflanzen, die sich in salzreichen Untergründen verbreiten können, heißen Halophyten.

Manche Salzpflanzen werden auch von Menschen gegessen, aber die meisten sind für uns ungenießbar. Bestimmte Haustierarten können Pflanzen mit einem relativ hohen Salzgehalt da besser verwerten. Inzwischen nutzen ägyptische Bauern immer öfter Salzpflanzen als Ergänzung zum vollwertigeren Futter für ihre Ziegen, Schafe oder Kamele. Auch auf ihren Feldern unterstützen zunehmend Salzpflanzen den Bodenschutz. Halophyten werden zusammen mit „normalen“ Feldfrüchten angebaut und erfüllen dabei eine Art Wächterfunktion. So hält der Salzbusch mit seinen tiefen Wurzeln den Boden fest, greift aber nicht auf andere Pflanzen über. Durch das geschickte Einsetzen von Salzpflanzen gelingt es in Ägypten immer besser, Wüstengebiete landwirtschaftlich zu nutzen.