Böden selbst schützen

Wer beim Einkauf auf ein paar Dinge achtet, tut schon einiges dafür, dass Böden weltweit erhalten werden:

  • Lebensmittel aus schonender Landwirtschaft empfehlen sich für den Bodenschutz. Sie tragen das Bio-Siegel bzw. das Zeichen eines ökologischen Anbauverbands wie Bioland oder Naturland.
  • Auch Lebens- und Genussmittel aus dem Fairen Handel werden mit Rücksicht auf natürliche Ressourcen und so auch auf Böden erzeugt.
  • Saisonale Kost, die aus der Region und nicht aus dem heißen Süden kommt, entlastet globale Wasserreserven und bei Bewässerung für Versalzung anfällige Böden.
  • Holzprodukte, die keinen die Bodenerosion fördernden Kahlschlag auf dem Kerbholz haben, tragen das FSC-Siegel.
  • Und generell ist jede Handlung, die das Klima entlastet auch wohltuend für von Trockenheit bedrohte Böden.

Wertvollen Boden machen: Kompostieren

Das Kompostieren organischer Abfälle ist der Garten-Klassiker, um günstig an fruchtbaren Boden zu kommen und nebenbei den eigenen Müll schrumpfen zu lassen. Im Komposthaufen wimmelt es von für einen gesunden Boden nützlichen Organismen, die Humus und Nährstoffe herstellen. Aber ein Kompost ist nicht bloß aufgehäufter Garten- und Küchenabfall. Er muss mit Bedacht angelegt sowie hin und wieder gepflegt werden, damit es im Kompost nicht fault.

  • Kompost soll an einer schattigen, aber nicht allzu feuchten Stelle angehäuft werden. Dabei ist wichtig, dass er den Boden direkt berührt, damit ihn Organismen leichter besiedeln können. Am besten mit einer Schicht trockenem und grobem Material beginnen, zum Beispiel mit Ästen. Dann mit einer Schicht feuchterem Abfall weitermachen.
  • Wichtig ist auch, dass der Kompost luftig eingefasst ist, etwa mit Holzlatten, zwischen denen größere Spalten liegen. Ein Kompost muss atmen können und damit er noch mehr Luft bekommt, ist es gut, wenn man ihn ab und zu „sticht“. Bei anhaltendem Regen den Komposthaufen abdecken, bei längerer Trockenheit kann man ihn hingegen ruhig mal gießen. Was man nie machen sollte: den Kompost zusammenzupressen, um mehr Platz zu schaffen. Dann lieber einen zweiten Haufen anfangen.
  • Es kommt auf die Mischung an, sie sollte ausgewogen sein. Ein Kompost kann von allem möglichen (Organischem) was vertragen, mag aber keine Eintönigkeit. Als „Zwischenmahlzeit“ tut ihm etwas Erde oder „Kompostbeschleuniger“ wie Hornmehl, Kalkstickstoff oder Tonminerale gut. Was nicht auf dem Kompost landen sollte sind Fleisch und Speisereste, denn sowas schmeckt auch Ratten. Gespritzte Obstschalen und Teile kranker Pflanzen gehören nicht auf einen Kompost und frisch gemähtes Gras sollte etwas trocknen, bevor es auf den Haufen geworfen wird.