Partner im fairen Rosenhandel

Deutschlands beliebteste Schnittblume kommt oft von ostafrikanischen Blumenfarmen: Rosen sind für Kenia und Tansania, aber auch für Uganda, eine wichtige Exportware. Die Schönheit der Pflanze lässt nicht auf die oft hässlichen Bedingungen schließen, unter denen Blumenarbeiterinnen und -arbeiter beschäftigt werden. Sie werden schlecht bezahlt, haben kaum Rechte und riskieren ihre Gesundheit, weil sie Chemikalien und Pestiziden ausgesetzt sind. Im Fairen Handel gelten strenge soziale und ökologische Standards, zum Beispiel dürfen die Pflanzen nur mit Mitteln behandelt werden, die umwelt- und gesundheitsverträglich sind. Die Arbeiterinnen und Arbeiter bekommen einen Mindestlohn und faire Beschäftigungsbedingungen einschließlich Gesundheitsschutz. Außerdem wird eine Gemeinschaftsprämie bezahlt, die in soziale und ökonomische Projekte fließt.

Rund um den malerischen kenianischen Naivasha-See liegen viele Blumenfarmen, wie auch die Panda Flowers Blumenfarm, die fast 2.000 Menschen beschäftigt, darunter 1.200 Frauen. Sie übernehmen vor allem die Geschick erfordernde Handarbeit an den Rosen, während die Männer sich um das Bewässern und Aufbringen von Pflanzenschutzmitteln kümmern sowie Fahrer und die meisten Führungskräfte stellen. Das Joint Body, die Arbeitervertretung der Panda Flowers Blumenfarm entscheidet über die Verwendung der Gemeinschaftsprämie. Sie bieten Sicherheiten für Kredite und unterstützen die Ausbildung von Arbeiterkindern mit einem Stipendien-Programm. Fair gehandelte Rosen von der Panda Flowers Blumenfarm tragen das Fairtrade-Siegel. Auch das Flower Label Program führt fair gehandelte und im Handel FLP-gesiegelte Rosen aus Ostafrika, genauer aus Kenia, ein.

Übrigens sind fair gehandelte Rosen auch für das Klima ein guter Schnitt: Ihre CO2-Bilanz fällt trotz Transport per Luftfracht besser aus die einheimischer Rosen. Denn anders als ihre deutschen Verwandten kommen Rosen in Afrika mit Gewächshäusern aus, die nicht unter großem Energieaufwand beheizt werden müssen.