Fleisch

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Foto: © Christa Nöhren / PIXELIO

Zu einer ordentlichen Mahlzeit gehört nun mal ein Stück Fleisch! Dieser Ansicht sind immer noch zahlreiche Menschen in Deutschland. Laut einer Untersuchung der Deutschen Krankenversicherung (DKV) von 2010 isst rund ein Fünftel aller Bundesbürger täglich Fleisch. Der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, nur ein bis zweimal in der Woche Fleisch zu essen,  folgen nur 37 Prozent der Frauen und sogar nur 27 Prozent der Männer.  Der Anteil der reinen Vegetarier ist verschwindend gering: Nicht einmal sieben Prozent der Bundesbürger nehmen überhaupt kein Fleisch zu sich.

Angewohnheit aus den Nachkriegsjahren

Der hohe Fleischkonsum ist gelernt. Die Kinder und Enkel der Kriegsgeneration haben Ernährungsgewohnheiten übernommen, die aus den 50er Jahren stammen. Damals überrollte die sogenannte „Fresswelle“ das Land. Kohl, Kartoffeln und anderes Gemüse, die das Überleben im Krieg gesichert hatten, wurden zur „Sättigungsbeilage“ degradiert. Wer konnte, nahm Fleisch zu sich. Täglich ein Stück Braten, ein Steak, Schnitzel oder wenigstens etwas Schinken auf dem Tisch wurde zum Nachweis für den neu erworbenen Wohlstand.

Schwellenländer ziehen nach

Unser Verhalten aus den Nachkriegsjahren wiederholt sich derzeit in Schwellenländern wie China und Indien. Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO werden inzwischen weltweit mehr als 1,4 Milliarden Rinder, jeweils etwa eine Milliarde Schafe und Schweine und etwa 19 Milliarden Hühner gehalten. Tendenz steigend.

Dieses Verhalten hat Konsequenzen. Nicht nur für unsere Gesundheit, sondern auch für die Umwelt und die Lebensbedingungen vor allem in ärmeren Ländern. Wir zeigen Ihnen, welche Folgen unser Fleischkonsum hat, wie Sie richtig mit Fleisch umgehen und was Sie beim Kauf, bei der Lagerung und der Zubereitung beachten sollten.

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