Vegetarische Ernährung

Keine tierischen Produkte zu essen ist keine Erfindung gelangweilter Städter aus moderner Zeit. Vegetarier gab es schon in der Antike. In der indischen Kultur ist fleischloses Essen ebenfalls tief verwurzelt. Die Schätzungen über den Anteil der Vegetarier in Deutschland gehen auseinander und liegen zwischen 1,5 und acht Prozent. Viele Menschen entscheiden sich hier aus ethischen und ökologischen Gründen gegen den Verzehr von Fleisch.

Gemüse in Kübeln/M.E._pixelio.de
Gesund und fettarm

Klar ist: Eine Ernährung ohne Fleisch senkt das Risiko von Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen. Denn Vegetarier nehmen in der Regel weniger gesättigte Fettsäuren und Cholesterin auf, die für diese Störungen verantwortlich sind – es sei denn, sie verwenden zu üppig Lebensmittel wie Sahne, Butter und Crème fraîche.
Auch wenn Fleisch ein wichtiger Lieferant für Eiweiß ist, so gibt es doch auch vegetarische Produkte, die diese Bausteine ebenso gut zur Verfügung stellen. Dazu zählen Hülsenfrüchte, Getreide, Kartoffeln und Nüsse. Werden diese mit Milch und Eiern kombiniert, dann sind sie für den Körper ebenso gut nutzbar wie Eiweiße aus Fleisch.

Weniger Schadstoffe

Vegetarier nehmen außerdem weniger Schadstoffe wie Pestizide oder Schwermetalle zu sich, die sich über die Nahrungskette im tierischen Fettgewebe anreichern. Pflanzliche Lebensmittel sind insgesamt weniger stark mit Rückständen belastet.

Kühe_Nahaufnahme/Martin Genter_pixelio.de
  Vorsicht bei veganer Ernährung

Bei einer veganen Ernährung - also auch ohne Ei oder Milch(produkte) - kann es
allerdings laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu einer
Unterversorgung mit Energie, Eiweiß, Eisen, Calcium, Jod, Zink und Vitaminen wie
Vitamin B2, Vitamin B12 und Vitamin D kommen. Sojaprodukte können laut DGE vor
allem bei Säuglingen und Kindern den Eiweißbedarf nicht ausreichend decken.
Eisen können erwachsene Veganer ausreichend über Vollkornprodukte und
Blattgemüse zu sich nehmen, wenn sie dazu jeweils Vitamin C-reiches Obst oder Gemüse essen. Die anderen Inhaltsstoffe sind mit rein pflanzlicher Kost schwer zu ersetzen und sollten am besten gezielt durch Nahrungsergänzungen oder über entsprechend angereicherte Lebensmittel aufgenommen werden. Für Kinder und Jugendliche im Wachstum, Schwangere und stillende Frauen halt die DGE vegane Ernährung für ungeeignet, weil es sonst zu zum Teil schweren Mangelerscheinungen und Missbildungen kommen kann.

Foto oben: © M.E. / PIXELIO

Foto unten: © Martin Genter / PIXELIO