Konservierung

Tierhäute zum Trocknen ausgelegt_by_Dieter Schütz_pixelio.de

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Im rohen Zustand direkt nach der Schlachtung sind die frisch abgezogenen Häute nicht haltbar. Wenn sie nass werden, vermehren sich die Mikroorganismen in den Häuten rasch und die Häute fangen an zu faulen. Wenn sie austrocknen, werden sie hart und brüchig. Sie müssen also gleich nach dem Abziehen haltbar gemacht werden.

Damit die Häute auf dem Weg in die Gerberei nicht anfangen, zu verwesen, werden sie direkt nach der Schlachtung entweder gekühlt, getrocknet oder durch Einsalzen mit Kochsalz konserviert.  In tropischen, feucht-warmen Regionen werden die Häute häufig mit chemischen Konservierungsmitteln behandelt.

Beim Einfrieren werden die Häute in Plastik eingeschlagen und in Kühlhäusern gelagert.

Salzen und Trocknen

Beim Einsalzen wird die Haut dick mit Salz bestrichen, damit sich keine Bakterien auf der Haut ansammeln und vermehren, was zur Fäulnis führt. Nach Angaben des Lederzentrums wird eine Salzmenge benötigt, die etwa der Hälfte des Gewichts der Haut entspricht – also etwa 20 Kilo Salz bei einer Haut, die 40 Kilo wiegt. Das Salz gelangt später ins Abwasser der Gerbereien.

Beim Trocknen wird die Haut in der freien Luft aufgespannt und durch den Wind getrocknet. Dabei werden die Häute hart und ergeben später auch ein hartes Leder.

Chemische Konservierung

Bei Importleder aus tropischen Ländern können die Häute mit chemischen Konservierungsmitteln behandelt worden sein. Diese Methode ist billig und wirksam – und giftig. Früher wurde dafür häufig Pentachlorphenol (PCP) eingesetzt, das in Deutschland und Europa wegen seiner Toxizität seit mehr als 20 Jahren verboten wurde. In manchen Ländern außerhalb der EU wird es aber immer noch eingesetzt. Der Kontakt mit PCP kann zu hohem Blutdruck, Herzrasen und Herzversagen führen, außerdem ist es als krebserzeugend eingestuft.
Heute werden oft PCP-Ersatzstoffe verwendet, die aber nicht weniger bedenklich sind.