Gerben

Die eigentliche Umwandlung der Tierhaut in Leder erfolgt durch das Gerben. Das ist ein Vorgang mit vielen Schritten, der das Ziel hat, das Leder strapazierfähig und fest zu machen und eine Zerstörung durch Mikroorganismen unmöglich zu machen.

Das Gerben zählt zu den ältesten kulturellen Fähigkeiten der Menschheit. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Gerbverfahren, bei denen natürliche oder chemische Stoffe zum Einsatz kommen. Wie gesund oder ungesund ein neuer Schuh oder die Lederjacke ist, hängt nicht zuletzt davon ab, mit welchen Verfahren das Leder gegerbt wurde.

Grundsätzlich geht es beim Gerben darum, zunächst die Teile von der Haut abzutrennen, die nicht für das Leder benötigt werden – Haar, Fett, Fleischreste. Dann werden die verschiedenen Hautschichten voneinander abgetrennt, je nachdem, welche Lederart erzeugt werden soll. Mit Hilfe von bestimmten Gerbstoffen wird dann das in der Haut befindliche Eiweiß fixiert und vernetzt, so dass zähes, festes Leder entsteht. Um dem Leder bestimmte erwünschte Eigenschaften zu verleihen, können beim Gerben auch verschiedene Gerbstoffe miteinander kombiniert werden.

Es gibt viele verschiedene Gerbverfahren, die alle ihre Vor- und Nachteile haben:

Chromgerbung

Gerbung mit Mineralsalzen

Fettgerbung

Pflanzliche Gerbung