Palmöl in Lebensmitteln

Margarine, Schokocreme, Fertigpizza, Eis – Palmöl steckt inzwischen in einer Vielzahl von Lebensmitteln, übrigens auch in Bio-Produkten. Zu erkennen ist das nicht immer: Oft steht nur „Pflanzenöl“ oder „pflanzliche Fette“ auf der Verpackung, wenn eigentlich Palmöl enthalten ist. Die Lebensmittelindustrie verwendet Palmöl gerne, weil es preiswert ist und sich gut manipulieren lässt. Es verhilft damit Lebensmitteln zu verschiedenen Eigenschaften. So bringt es Schokolade zum Schmelzen, sorgt aber auch dafür, dass Margarine fest und orange wird.

Oliven- oder Rapsöl sind besser

Palmöl ist zwar annähernd cholesterinfrei, enthält aber einen hohen Anteil an Glycidol-Fettsäureestern, die beim Raffinieren des Öls entstehen. Diese sogenannten „Transfettsäuren“ stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Darüber hinaus enthält Palmfett eine große Menge an gesättigten Fettsäuren. Diese sind günstig zum Frittieren und Backen, da das Fett bei hohen Temperaturen nicht verbrennt und Kuchen und Kekse nicht so schnell ranzig werden. Andererseits sind gesättigte Fettsäuren aus ernährungsphysiologischer Sicht längst nicht so wertvoll wie einfach- oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Es ist daher ratsam, Oliven- oder Rapsöl zu bevorzugen.

Zutatenliste beachten

Verbraucher, die Palmöl in Lebensmitteln vermeiden wollen, sollten genau auf die Zutatenliste schauen. Die genaue Herkunft der pflanzlichen Öle muss dort angegeben werden, z.B. als Palm-, Kokos- oder Sojaöl. Nicht nur um auf Palmöl zu verzichten, sondern auch für die gesunde Ernährung ist es besser, weniger Süßwaren und Fertigprodukte zu kaufen und stattdessen selbst zu kochen – dann ist klar, welche Inhaltsstoffe in der Mahlzeit enthalten sind, und gesünder ist sie auch.

Einen Überblick über Produkte ohne Palmöl bietet die private Initiative umweltblick.de:

www.umweltblick.de/index.php/branchen/produkte-ohne-palmoel