Wein- und Fruchtgummi, Lakritze

Zucker, Gelatine, Farbstoffe, Aromen und Säuerungsmittel sind die Hauptzutaten für Wein- und Fruchtgummi. Der Gebrauch von Gelatine ist seit der Tierkrankheit BSE für viele Verbraucher fragwürdig geworden und auch Vegetarier lehnen das tierische Verdickungsmittel ab. Inzwischen gibt es daher viele gelatinefreie Produkte, bei denen pflanzliche Geliermittel wie beispielsweise Agar-Agar oder Pektin zum Eindicken oder Gelieren verwendet werden.

Wein- und Fruchtgummi enthalten zwar kein Fett, aber dafür viel Zucker. 100 Gramm Gummibärchen liefern Kindern und Jugendlichen schon gut ein Fünftel der Energie, die sie durchschnittlich an einem Tag brauchen. Zum Abnehmen sind solche Produkte also nicht geeignet.

Auch der vielversprechende Hinweis „Fruchtgummi aus Fruchtsaft“ macht es nicht besser. Der Saftanteil ist in der Regel sehr gering. So beworbene Süßwaren sind auch nicht vitaminhaltiger als die herkömmlichen. Diese werden nicht selten eigens mit Vitaminen angereichert – eine Praxis, die vielfach kritisiert wird.

Lakritze wird aus Süßholz und Zucker hergestellt, wobei der Süßholzanteil schwankt. Sie enthält den Extrakt der Süßholzwurzel und mit ihm Glycyrrhizin. Der Stoff greift in das Natrium-Kalium-Gleichgewicht des Körpers ein und wirkt auf diese Weise blutdrucksteigernd. Beim Genuss größerer Mengen kann es darüber hinaus zu Wassereinlagerungen in den Geweben (Ödemen) und zu Muskelschwäche kommen. Vorsicht vor den oft sehr hohen Glycyrrhizin-Gehalten ist bei Lakritz aus Dänemark oder den Niederlanden geboten. Kinder, Schwangere, Diabetiker sowie Menschen mit Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten vom Lakritzgenuss ganz absehen. Auch Kräutertees mit Süßholz sind nicht für Kinder geeignet.