Warum sich Menschen engagieren

Warum nehmen Menschen mit einem Ehrenamt zusätzliche Belastung auf sich? Warum tragen sie Kröten über die Straße, sammeln Geld für den Wiederaufbau eines Schlosses oder begleiten Sterbende und ihre Familien im Hospiz? Die Gründe sind so verschieden wie die Tätigkeiten und die Menschen, die sie ausüben. Manche sind betroffen über die Not, in die andere geraten und wollen unbedingt etwas dagegen unternehmen. Für viele spielt eine religiös-ethische Grundhaltung eine Rolle, andere treibt der politische Wille, etwas an den gesellschaftlichen Bedingungen verändern zu wollen. Wieder andere nutzen das Ehrenamt, um der Einsamkeit zu entfliehen und neue soziale Kontakte zu knüpfen,  auch Selbstverwirklichung oder die Idee, sich beruflich neu zu orientieren, spielen eine Rolle. Viele suchen sich ein Ehrenamt in einem Bereich, der zwar ihrem Beruf ähnelt, in dem sie sich aber Aspekten widmen können, die in ihrer täglichen Arbeit zu kurz kommen.

Wer ehrenamtlich arbeitet, profitiert in der Regel davon, nicht nur persönlich, sondern auch beruflich. Bei der Jobsuche beispielsweise hilft das ehrenamtliche Engagement als Nachweis sozialer Kompetenz. Viele Tätigkeiten können auf ein Studium oder eine Ausbildung angerechnet werden oder ein Praktikum ersetzen. Wer einen Berufswechsel plant, kann bei einer freiwilligen Tätigkeit erproben, ob das neue Arbeitsfeld wirklich das richtige ist. Und manchmal klappt sogar der Sprung von der Ehrenamtlichkeit in eine Festanstellung.