Jugendliche und Ehrenamt

Selbstverständlich können sich auch Minderjährige ehrenamtlich engagieren – und tun das auch in großem Umfang, wie Umfragen gezeigt haben. Danach ist der Anteil derjenigen, die sich freiwillig für eine Sache engagieren, bei den 14- bis 24-Jährigen von allen Altersgruppen sogar am höchsten. Junge Menschen wenden zum Teil viel Zeit auf, um im Sportverein oder einer kulturellen oder soziokulturellen Einrichtung unentgeltlich mitzuarbeiten, in der örtlichen Kirchengemeinde eine Jugendgruppe zu leiten oder den Kindergottesdienst zu organisieren oder im Tierheim auszuhelfen. Hoch im Kurs stehen auch Unfall- und Rettungsdienste und die Freiwilligen Feuerwehren.

Junge Menschen können sich bei einer solchen „Freiwilligenarbeit“ selbst ausprobieren, sie erwerben soziale Kompetenzen, erlernen Teamfähigkeit, übernehmen Verantwortung und stärken ihr Selbstbewusstsein. In einem ehrenamtlichen Engagement können junge Menschen auch eine Möglichkeit finden, aktiv die Gesellschaft und ihre Lebensumgebung mitzuprägen. Hier kann ihr Idealismus ein Ziel und eine Aufgabe finden.

In vielen Schulen ist das Ehrenamt inzwischen ein Thema auf dem Lehrplan, etwa im Gemeinschaftskundeunterricht. Viele Schulen entwickeln selbst Hilfsprojekte. Da wird Geld für eine Partnerschule in einem Land auf der Südhalbkugel oder als Katastrophenhilfe gesammelt oder Schüler helfen mit in sozialen Einrichtungen in der Gemeinde. Dennoch steckt hier vieles noch in den Anfängen. Wenn Sie als Schülerin oder Schüler ein Engagement für Ihre Klasse suchen, ist die nächstgelegene Freiwilligenagentur eine gute Anlaufstelle.