Arbeitslosigkeit und Ehrenamt

Eine Arbeitslosigkeit und das Beziehen von öffentlichen Transferleistungen wie Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld II (Hartz IV) sind kein Grund, einem Menschen eine ehrenamtliche Tätigkeit zu verwehren. Sie bietet gerade Arbeitslosen eine gute Chance, aktiv zu bleiben, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und den Kontakt zu anderen Menschen aufrechtzuerhalten.

Sie müssen allerdings diese Tätigkeit dem Jobcenter anzeigen, wenn sie mehr als 15 Stunden wöchentlich umfasst. Die Tätigkeit darf Ihre Bemühungen um eine Beschäftigung nicht behindern und ebenso müssen Sie die Meldeaufforderungen der Behörden – auch wenn diese kurzfristig kommen – einhalten.

Viel Ärger hat es in den vergangenen Jahren bei der Frage gegeben, ob und in welchem Umfang Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten auf die Regelleistung nach Hartz IV angerechnet werden sollen. Gegenwärtig können 175 Euro als Freibetrag geltend gemacht werden. Das Gesetz schränkt allerdings die Tätigkeiten ein, für die dieser Freibetrag gilt – auf kommunale Mandate, die Arbeit als Übungsleiter und die Tätigkeit für gemeinnützige, karitative oder kirchliche Verbände und Organisationen. Kritisch wird es, wenn man neben der ehrenamtlichen Tätigkeit auch einer geringfügigen Erwerbstätigkeit wie etwa einem Ein-Euro-Job nachgeht. Neben der Aufwandsentschädigung können diese Einnahmen nicht vollständig von der Regelleistung abgezogen werden.