Steuerpflicht und Steuerfreiheit

Die Aufwandsentschädigung muss dem Finanzamt mit der Einkommensteuererklärung gemeldet werden. Es gibt jedoch eine Reihe von Freibeträgen, so dass die Aufwandsentschädigung aus freiwilliger Arbeit häufig steuerfrei bleibt.

Der bekannte Freibetrag ist die Übungsleiterpauschale. Wer als Ausbilder oder Betreuer in einer pädagogischen Einrichtung, als Trainer in einem Verein, als Betreuer in einem Feriencamp oder als Musiker in einem Karnevalsverein tätig ist, kann eine Aufwandsentschädigung bis 2400 Euro pro Jahr steuerfrei erhalten.

Bei allen anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten bei Vereinen oder Körperschaften des öffentlichen Rechts, die nicht unter die „Übungsleiter“-Kategorie fallen, liegt der steuerfreie Betrag bei 720 Euro pro Jahr.  Diese so genannte Ehrenamtspauschale gilt etwa für Vereinsvorstände, Kassenwarte oder für Eltern, die regelmäßige Kinder zu Auswärtsspielen ihrer Vereine transportieren.

Beide Pauschalen können nur in Anspruch genommen werden, wenn die ehrenamtliche Tätigkeit einer nebenberuflichen Tätigkeit entspricht, der Zeitaufwand also nicht mehr als ein Drittel einer vergleichbaren Vollzeiterwerbstätigkeit entspricht. Somit können auch Rentner, Hausfrauen oder Studenten die steuerliche Befreiung beanspruchen.

Wenn Sie mehrere Ehrenämter bekleiden, können Sie die Pauschalen aber nur einmal in Anspruch nehmen. Gegebenenfalls können Sie aber mehrere Aufwandsentschädigungen kombinieren, um den Höchstfreibetrag zu erreichen. Wenn Sie für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit Aufwendungen haben, die den Höchstfreibetrag übersteigen, können Sie diese in der Steuererklärung als abzugsfähig angeben.