Gut versichert im Ehrenamt

Wer sich für andere Menschen in einem Verein oder einer kirchlichen, sozialen oder karitativen Organisation ehrenamtlich engagiert, setzt sich mitunter bestimmten Risiken aus. Wer im direkten Umgang mit anderen Menschen ist, kann Fehler machen, die Schäden an Sachen oder Verletzungen an Personen verursachen können. Auch man selbst kann während der ehrenamtlichen Tätigkeit oder dem Weg dorthin verunglücken. Ein Versicherungsschutz ist daher für die ehrenamtliche Tätigkeit unabdingbar.

Wenn Sie sich in einem öffentlichen Ehrenamt für andere engagieren, sind Sie meistens über den jeweiligen Träger unfallversichert. Wenn Sie kein leitendes Amt im Verein bekleiden, sind Sie in der Regel durch Ihre private Haftpflichtversicherung geschützt; Sie sollten jedoch in den Versicherungsbedingungen nachschauen, ob dort bestimmte Haftungsbeschränklungen aufgeführt sind. Wenn es im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeit zu Schadenersatzforderungen durch eine geschädigte Person kommt, können Sie die Forderung in den meisten Fällen an Ihren Träger weiterleiten, der eine Betriebs- oder Vereinshaftpflichtversicherung abgeschlossen hat.

Verbraucherschützer weisen aber daraufhin, dass der gesetzliche Unfallschutz bei ehrenamtlichen Tätigkeiten nicht rund um die Uhr oder etwa bei Tätigkeiten im Ausland gilt. Empfohlen wird, den Versicherungsschutz durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung – die im Falle einer Krankheit oder eines Unfalls eine monatliche Rente zahlt, wenn man seinen Beruf nicht mehr voll ausüben kann – sowie ggf. um eine private Unfallversicherung – die bei einer zurückbleibenden Invalidität nach einem Unfall je nach Schweregrad einen einmaligen Geldbetrag auszahlt – zu ergänzen.