Herstellung Orangensaft

Auf den weiten Transportwegen gilt es, wirtschaftlich  effizient zu sein und gleichzeitig die Haltbarkeit und Qualität des Orangensafts möglichst ohne Verluste zu erhalten. Von der brasilianischen Saftfabrik bis zum europäischen Supermarkt durchläuft das begehrte Zitrusgetränk daher eine ganze Reihe an Verarbeitungsschritten:  

Vor dem Export

In der Saftfabrik werden nach dem maschinellen Auspressen erst die flüchtigen Aromastoffe  und danach das Wasser entzogen. So entsteht ein Konzentrat, das ungefähr 80 Prozent weniger Volumen hat, als der ursprüngliche Saft. Das Fruchtfleisch (Pulpa) wird zerkleinert und ebenso wie das Konzentrat bei -10 bis -18° Celsius tiefgefroren. Das gefrorene Konzentrat wird englisch als "Frozen Concentrated Orange Juice" (FCOJ) bezeichnet und ist bis zu 18 Monate haltbar.

Nach dem Export

Am Ankunftsort wird das Orangensaftkonzentrat wieder mit Wasser zurückverdünnt. Eine Tonne Konzentrat ergibt 5500 Liter Saft. Auch die entzogenen Aromastoffe werden wieder hineingegeben. Für Orangensaftsorten mit Fruchtfleischanteil kommt auch die Pulpe dazu. Zur Vermeidung von Salmonellen wird der Saft unter Erhitzen auf 85°C pasteurisiert.