Öko-fair im Büro

Öko-fair im Büro

Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit beträgt in Deutschland 39,9 Stunden, nicht wenige Beschäftigte arbeiten regelmäßig erheblich länger. Schätzungsweise elf Millionen Bundesbürger sind im so genannten produzierenden Gewerbe tätig, über 24 Millionen werden dem Dienstleistungssektor zugerechnet. Wie viele von ihnen ihren Arbeitstag in Büros verbringen, kann kaum geschätzt werden. Dass aber Millionen Menschen ihren Arbeitsalltag an Schreib- und Konferenztischen verbringen, steht außer Frage. Dort sehen sie ihre Kollegen, erreichen Erfolge, stecken Misserfolge ein, erfahren Anerkennung und verbringen einen großen Teil ihres Lebens. Was und wie Menschen arbeiten, bestimmt – im Guten wie im Schlechten – ihre Identität und ihre Zufriedenheit. Es liegt also nahe, der Gestaltung des Arbeitsumfelds genauso große Sorgfalt zu widmen wie der des eigenen Zuhauses.

Auch aus ökologischer Sicht lohnt es sich, einmal genauer über die Abläufe im Büro nachzudenken. Wie viel Kaffee wird dort getrunken, wie viel Papier bedruckt, wie viel Strom verbraucht? In den eigenen vier Wänden hat jeder die Wahl und immer mehr Menschen nutzen sie: Sie achten zum Beispiel beim Einkauf auf die verschiedenen Siegel, die ökologische oder soziale Qualität auszeichnen oder auf den Energieverbrauch neu angeschaffter Haushaltsgeräte.

Was sich im Privatalltag mit geringem Aufwand verwirklichen lässt, scheint jedoch im Berufsalltag viel schwieriger. Im Arbeitsleben werden Kaffee, Druckerpapier, Glühlampen usw. häufig zentral eingekauft. Nicht selten wird da vor allem an den kurzfristigen Preis und nicht so sehr an die langfristigen Kosten gedacht und nicht über die ökologischen Alternativen nachgedacht. Schade, aber was soll der Einzelne da schon tun, wird sich mancher sagen. Zugegeben, große Änderungen brauchen die Unterstützung von Vorgesetzten und Kollegen. Doch so einfach ist es nicht: Nach Angaben des statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2006 in rund 91 % aller Unternehmen Deutschlands weniger als zehn Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig angestellt. Die allermeisten Menschen arbeiten hierzulande also keineswegs in großen Firmen, in denen sie die Kollegen in anderen Abteilungen nicht kennen. Sehr viel häufiger sind sie Angestellte kleiner Unternehmen oder Familienbetriebe, kennen alle Kollegen und haben einen kurzen Weg zu den Vorgesetzten. Da ist der Einzelne mit seinen Ideen gar nicht so allein und der Gedanke des öko-fairen Handelns kann auch im Büro in die Tat umgesetzt werden.

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