Faire Baumwolle aus Burkina Faso

Faire Baumwolle aus Burkina Faso

Afrikanische Länder gewinnen eine immer höhere Bedeutung für die weltweite Baumwollproduktion. Mehr als zehn Prozent der weltweiten Exporte stammen aus Afrika, wo die meiste Baumwolle im Westen des Kontinents erzeugt wird: in Burkina Faso, Mali und an der Elfenbeinküste. Der Baumwollhandel könnte gerade dort ein Weg aus der Armut sein.

Burkina Faso ist eines der Länder, in dem TransFair Projekte im Fairen Handel mit Biobaumwolle begonnen hat. Dort bearbeiten viele Bauern ihr Feld in mühsamer Handarbeit. Hilfsmittel wie Dünger können sich die meisten nicht leisten und hohe Ernteverluste wegen anhaltender Dürre sind keine Seltenheit. Ein Beispiel für eine Produzentenkooperative im fairen Baumwollhandel ist die Gruppe Yanduanma ("Friede und Stille") im Osten Burkina Fasos. 2004 gegründet zählt sie heute bereits 113 Mitglieder, die fair gehandelte Bio-Baumwolle anbauen.

In Burkina Faso wird der Bio-Anbau immer beliebter, wenn er auch bislang nur einen geringen Teil der Gesamtproduktion des Landes ausmacht. Die Mehrerlöse aus "Bio" und "Fair" eröffnen den Bauern endlich finanzielle Spielräume. Je Kilo Baumwolle bekommen die Bauern im Fairen Handel 41 Cent gegenüber 22 Cent am konventionellen Markt, für Baumwolle aus dem fairen ökologischen Anbau gibt es zusätzlich zehn Prozent mehr Geld. Hinzu kommt der Fairtrade-Aufschlag von fünf Cent pro Kilo über deren Verwendung für soziale Zwecke gemeinsam entschieden wird. Yanduanma gab dieses Geld für eine Schulkantine und die Reparatur der dörflichen Wasserpumpe aus. Bald soll eine Geburtenstation folgen.