Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was sollte ich beim Pflegen von Baumwollstoffen beachten?
Baumwolle ist eine sehr unempfindliche Faser. Besonders die Wäsche macht ihr aufgrund ihrer stabilen Struktur wenig aus. Bei hartnäckigen Flecken darf man Baumwollstoffe ruhig einmal sauber rubbeln. Sie verträgt außerdem Waschtemperaturen bis zu 95 °C. Bügeln darf man sie auch, aber da sollte man vorsichtiger sein. Lange kann sie Temperaturen ab 200 °C nicht vertragen. Das Bügeleisen auf Stufe zwei zu stellen reicht völlig aus. Baumwolle reagiert auf starke Lichteinstrahlung empfindlich und bleicht leicht aus. Zum Trocknen sollte man sie also nicht in die direkte Sonne hängen.

Ist Bio-Baumwolle immer auch fair gehandelt?
Leider nicht. Der ökologische Anbau von Baumwolle ist für Bauern außerhalb des Fairen Handels eine gute Alternative, weil für Bio-Baumwolle gegenüber dem Weltmarktpreis rund 20 Prozent mehr gezahlt wird. Weil die Nachfrage nach Kleidung aus Bio-Baumwolle immer mehr steigt, stellen immer mehr Landwirte vom konventionellen auf biologischen Anbau um. Grundsätzlich ist diese Entwicklung sehr zu begrüßen, weil durch den Verzicht auf künstliche Dünger und Pflanzenschutzmittel auch die gesundheitlichen Gefahren für die Feldarbeiter geringer werden und die Umwelt entlastet wird. Der faire Handel sichert, dass zum Beispiel den Erntehelfern ein fairer Lohn gezahlt wird oder dass auf Kinderarbeit verzichtet wird. Diese Aspekte des Fairen Handels gelten nicht automatisch für den ökologischen Anbau.

Ist faire Baumwolle immer auch bio?
Nein, aber Bauern werden im Fairen Handel dabei unterstützt, ihren Anbau auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. Diese Umstellung ist in der Regel damit verbunden, dass die Erträge zunächst zurückgehen. Das kostet die Bauern Geld. Außerdem ist die Umstellung sehr aufwändig. Die Mittel aus dem Fairen Handel schaffen den Landwirten den finanziellen Freiraum für den Übergang zum ökologischen Anbau. Insofern ist der Faire Handel die beste Voraussetzung dafür, den kontrolliert biologischen Anbau auszuweiten. Baumwolle ist noch eine recht junge Ware im fairen Handelsnetz. Künftig kann man erwarten, dass man fair und bio auch bei der Baumwolle immer häufiger gleichsetzen kann.

Ist ein Kleidungsstück aus Bio-Baumwolle frei von schädlicher Chemie?
Das kommt auf die Ansprüche des Herstellers an. Grundsätzlich sollte man nicht vergessen, dass der Rohstoff Baumwolle am Anfang einer sehr langen Produktionskette mit vielen Stationen steht. Die Baumwolle kann bei diesen Schritten in zahlreichen Verfahren und mit hunderten Chemikalien veredelt worden sein.
Wie "gesund" Baumwolle aus dem Bio-Anbau ist, hängt also davon ab, wie sie weiterverarbeitet wurde. Das Gütezeichen "IVN Naturtextil best" repräsentiert in Deutschland die höchsten Ansprüche an Sozial- und Umweltstandards bei der Herstellung von Naturfasertextilien und zeigt auch an, dass das Textil nicht mit schädlicher Chemie in Kontakt gekommen ist. Dieses Label zeichnet nur Kleidungsstücke aus Baumwolle aus, die von Feldern im ökologischen Anbau stammen oder von Feldern, die gerade auf den ökologischen Anbau umgestellt werden.